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Matrices porteuses – Surrogacies
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    Analysen und Kritik moderner Ökonomie, deren Wissenschaft und Legitmation im Zeitalter der Finanzialisierung

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60 Billiarden Moleküle
60 Billiarden Moleküle

Thomas Huber

Generation of the Lynn Hershman Antibody

Lynn Hershman Leeson bedient sich bereits seit den 1960er Jahren technologischer und medientechnischer Apparaturen, in ihrer künstlerischen Praxis nimmt sie virtuelle Räume und Laborsituationen zum Ausgangspunkt ­genderpolitischer Strategien. Mit multiplen Personae, wie etwa der Figur Roberta Breitmore oder dem Konzept des Cyborgs, geht es dabei stets um die Konstruktion subversiver Identitäten. Mitte der 1980er Jahre taucht in ihrem Werk, zunächst über das Medium Photographie, die Figur des Antikörpers auf, den sie 1995 in ihrem Text »Romancing the Antibody: Lust and...
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Kunst
Saturnaaaaalien

Sina Dell’Anno

Saturnaaaaalien

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Chantal Akerman

Meine Mutter lacht

Ich bereite mich auf ihren Tod vor. Wie machst du das, fragt jemand. Ich versuche, mir mich ohne sie vorzustellen. Und ich denke, das wird gehen. Nicht für sie. Für mich. Oder das Gegenteil. Aber anscheinend kann man sich nicht wirklich vorbereiten, also vergeude ich meine Zeit. Sie hat schreckliche Lebenslust. Und du? Ich habe keine Ahnung.
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Literatur

Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...

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Literatur
Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

Ein Roadtrip ohne Road

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Digital Disrupture
Digital Disrupture

Dieter Mersch

Digital Criticism

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf...
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Diskurs
On Gestational Communism

Marie Glassl, Sophie Lewis

On Gestational Communism

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Eine Geschichte des Sehens und des Sehenlernens
Eine Geschichte des Sehens und des Sehenlernens

Emilie Bickerton

Die Feuerprobe

Im April 1951 erschien ein schmales Magazin mit gelbem Umschlag, auf dem der Titel Cahiers du cinéma. Revue mensuelle du cinéma et du télécinéma prangte. Die Redaktion hatte ihren Sitz in einem engen Raum an der Avenue des Champs-Elysées Nr. 146. Das Eröffnungsmanifest prangerte die »üble Gleichgültigkeit« an, »die sich mit mittelmäßigem Kino zufriedengibt«, eine »biedere Filmkritik« und das »abgestumpfte Publikum«: Das Gros der französischen Kritik und des Publikums stützte sein Urteil über Film auf politische Beeinflussung und patriotische Impulse...
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Wissen

Andreas L. Hofbauer

Joch des Seins

Nicht durch Natur und ihre Fährnisse wurde Domestizierung erzwungen und der ökonomische Schrein ermöglicht. Tempel- und Totenkult, Opferung und Verteilung des Fleisches – noch für Homer sind alle Schlachttiere hieria, heiliges Vieh – und die Einhegung der Wildheit produzieren symbolischen und soziokulturellen Wandel, der für sesshafte, nahrungsproduzierende Gemeinschaften zu Vektor und Motor wird. Nicht Schafe, Ziegen oder Rinder domestizierte man im Anfang, sondern das zoon logon echon selbst war es, das sich vor und unter dem selbstgeschaffenen Kult-Joch verneigte. Warum, wissen wir nicht. Darüber hinaus ist entscheidend, dass, anders als bei den Pflanzen, sich nur sehr wenige Tierarten domestizieren (zur Ressource machen) lassen und man diesen Vorgang nicht mit Zähmung verwechseln sollte. Als Epiphänomen entwickelt sich ökonomischer Sinn. Er transformiert sich vom möglichen Menschenopfer, zum Tieropfer, zu Fleischteilung, in der Frühzeit der »griechischen« Antike dann zu den obeloi (Bratspieße, versehen mit unterschiedlichen Verdickungen, die als Token für den Fleischsold der...

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