Nutzerkonto

Kunst

Eine Form für den Gesellschaftskörper
Eine Form für den Gesellschaftskörper

Igor Chubarov

Das Kollektivsubjekt oder die Masse als Subjekt

Im Grunde wurde das revolutionäre Ereignis in Evreinovs Performance auf der Ebene des theatralen Gestus und der therapeutischen Gestalt erst gestärkt und entwickelt. Auch Sergej Ejzenštejn hat sich, wenn auch später und wenn er dies auch abgestritten hat, in seinem Oktober wahrscheinlich auf Evreinovs in Fotografien und Chroniken dokumentierte Inszenierung gestützt. Anhand ebendieser Chroniken haben spätere Generationen von Sowjetbürgern die Revolution erinnert und wahrgenommen. Evreinov hat mit seiner Performance die Perspektivlosigkeit des naturalistischen Theaters bewiesen, welches einfach nur versucht, die...
ABO
  • Revolution
  • Ästhetik
  • Russland
  • Kommunismus
  • Massenpsychologie
Aktuelle Texte
60 Billiarden Moleküle

Thomas Huber

60 Billiarden Moleküle

OPEN
ACCESS
EN
  • Lebenswissenschaften
  • Fremdes
  • Biologie
  • Immunisierung
  • Subjekt

Dauerausstellung »Gesichtsüberwachungsschnecken« von Yves Netzhammer

05.09.2017 – 05.09.2018

U-Bahn-Station Altes Landgut (U1)
1100 Wien
Österreich

Sergej Eisenstein: Gespräch, Screening, Buchpräsentation mit Elena Vogman

29.06.2018, 19:00

HKW – Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Deutschland

 

 

Maria Zinfert (Hg.)

Kracauer. Fotoarchiv

Das Fotobuch »Kracauer. Fotoarchiv« zeigt vorwiegend unveröffentlichte fotografische und handschriftliche Materialien aus dem Nachlass des Soziologen, Feuilletonisten und Filmtheoretikers Siegfried Kracauer: Portraits, Stadt- und Landschaftsaufnahmen eröffnen Einblicke in den durch Flucht und Exil geprägten Lebensweg des Autors und seiner Ehefrau Elisabeth, genannt Lili. Die Portraits Kracauers, die bisher anonymen Fotografen zugeordnet wurden, stammen alle von seiner Frau Lili, und auch Kracauer selbst hat forografiert, wie die im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrten originalen Abzüge, Kontakte, Filmrollen und handschriftliche Materialien erweisen (unter...
  • Autobiographie
  • 1950er Jahre
  • 1930er Jahre
  • Archiv
  • Biographie
Aktuelle Texte
Die Kamera in ‚Glimpse‘ ist ein Richter

Artur Żmijewski

Die Kamera in ‚Glimpse‘ ist ein Richter

OPEN
ACCESS
EN
  • Migration
  • Nationalsozialismus
  • Polen
  • documenta
  • Propaganda
  • Lager
  • Flüc
  • Gewalt
  • Film
  • Gegenwartskunst
  • Künstlerische Praxis
  • Gabe
Aktuelle Texte

Dietmar Dath

Der Drache Kunst frisst erkaltete Formen und spuckt brennende Inhalte aus.

Die Kunstautonomie, also das bürgerliche Prinzip, die Kunst habe nicht der Regierung, der Religion, irgendeinem Geburtsadel zu willfahren, hat sich im zwanzigsten Jahrhundert mehrfach als Gelegenheit fürs Outsourcing kreativer Problemlösungen in Fragen des Kommunikations- und Arbeitsdesigns erwiesen: Erst hörten und machten nur die Kunstschaffenden unverständlichen Krach, dann die Teenager, erst war nur die Bohème nicht ordentlich sozialversichert, jetzt darf auch der Rest der Nichtbesitzenden sich selbst vermarkten und sich in kurzlebigen Projekten als flexibel, kreativ und originell beweisen, erst verbrachten nur die Cineastinnen ihre Abende beim Deuten des Gesehenen, jetzt schreiben die LOST-Fans ihre ausufernden Hermeneutika ins Netz.


So funktioniert die Kunst im Strom der sozialen Evidenzen als ein Filter, genauer: als ein Prisma, eine Vorrichtung, die Kommunikation und Handeln der Leute nach Wellenlängen zerlegt (von kurzen Sofortsignalen bis zu Zeugnissen für die Archive, for the record ). Im Autonomiebereich der Kunst geschieht diese ­Zerlegung (und die Resynthese) völlig unverborgen, im Gegensatz...

ABO
  • Gegenwartskunst
  • Ausstellung
  • Bewegtbild
  • Kino
  • Film