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Jean-Luc Nancy: Freud – sozusagen
Freud – sozusagen
(S. 51 – 57)

Jean-Luc Nancy

Freud – sozusagen

PDF, 7 Seiten

Es ist an der Zeit, die Psychoanalyse neu zu entdecken. Indem sie sich dem aufhebenden Schema der Wissenschaften widersetzt, den Einzelfall über das Allgemeine stellt und insofern niemals ganz auf gesichertes Wissen sich zurückziehen kann, hält sie das Denken offen. Anders als die harten Wissenschaften bringt Freud, so die These von Nancy, den gesamten Menschen ins Spiel und erfindet damit eine neue Erzählung vom Menschen. In ihr ist das Unverfügbare in Gestalt eines Drangs, der den Menschen übersteigt, eine zentrale Größe.
 

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Jean-Luc Nancy

Jean-Luc Nancy

zählt zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung Philosophie an der Université Marc Bloch in Straßburg und hatte Gastprofessuren in Berkeley, Irvine, San Diego und Berlin inne. Sein vielfältiges Werk umfasst Arbeiten zur Ontologie der Gemeinschaft, Studien zur Metamorphose des Sinns und zu den Künsten, Abhandlungen zur Bildtheorie, aber auch zu politischen und religiösen Aspekten im Kontext aktueller Entwicklungen.

Weitere Texte von Jean-Luc Nancy bei DIAPHANES
Karl-Josef Pazzini (Hg.), Andrea Sabisch (Hg.), ...: Das Unverfügbare

Das Unverfügbare ist Ärgernis und Ferment für jede pädagogische und vermittelnde Arbeit. Es taucht inmitten des vermeintlich Bekannten und Habhaften auf, widersetzt sich der gesicherten Kommunikation, spielt sich zwischen Wissen und Nicht-Wissen ab, markiert Autoritäten, löst Ängste aus, weil es nicht verstanden werden kann, weckt Sehnsucht, Neugier und Verantwortung. Es markiert eine Aporie, die sich überall zeigt, wo Wissen sich als Macht- und Gestaltungsinstanz gibt: an den Grenzen der Machbarkeit als Prognostik und als Kontrolle des Anderen.
Der Band widmet sich der Figur des Unverfügbaren in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen: in Kunst und Kultur, Mathematik und Naturwissenschaften, Medizin und Soziologie, Philosophie, Psychoanalyse und Pädagogik.

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