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Wissen

Wie über die Kunst eines Menschen schreiben?
Wie über die Kunst eines Menschen schreiben?

Daniel Tyradellis

Sich ausdrücken. Zur Immanenz der Kunst

Vier Faktoren sind leitend für das Bild, das sich eine heutige Gesellschaft von der Kunst macht. Zunächst ist da die Vorstellung eines kreativen inneren Willens, Kunst zu schaffen. Dazu kommen äußere Vorgaben, die es erlauben, ein Kunstwerk als ein solches zu erkennen, die die Kunst rahmen, um ihr so eine Identität zu verleihen. Dass das eine vom anderen nicht zu trennen ist, zeigen die Versuche, Kunst zu beurteilen. Auch ästhetische Urteile sind auf äußerliche Kriterien angewiesen, ohne darin aufzugehen. Der...
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Dieter Mersch

Digital Disrupture

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf dem Prüfstand, werden transformiert und von einer Entwicklung überholt, deren weitere Dynamik kaum absehbar ist. Die mit der Digitalisierung verbundene technologische Wende, so die allgemeine Analyse, werde alle Lebensverhältnisse dermaßen verändern und von Grund auf durchschütteln, dass mit Marshall McLuhan und dessen zusammen mit Quentin Fiore verfassten Buch, dessen Titel ironischerweise nicht lautet: The Medium is the Message, sondern The Medium is the Massage, von einer gründlichen ›Massage‹ des gegenwärtigen...

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    Farbe und Bedeutung

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    Analysen und Kritik moderner Ökonomie, deren Wissenschaft und Legitmation im Zeitalter der Finanzialisierung

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Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

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Courbets Gesicht, erfunden von Baudelaire

Michael F. Zimmermann

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Wildgewordener Frühkapitalismus 
in Ostindien
Wildgewordener Frühkapitalismus 
in Ostindien

Alexander Kluge, Joseph Vogl

Kleinholland auf den Pfefferinseln

Kluge: Gibt es einen Prototyp, einen Mann, der diesen holländischen Charaktertyp des bürgerlichen Menschen, des entschiedenen Menschen spiegelt?
 
 Vogl: Es gibt eben einen Typus, wenn man so will, realhistorisch, den ersten Gouverneur der Ostindienkompanie in Südostasien, Jan Pieterszoon Coen mit Namen, einen Typus, der das besondere Format des abendländischen Subjekts zu dieser Zeit verkörpert, einen Typus, der mit groben Unterscheidungen erfolgreich im Unübersichtlichen operiert, Zivilisation und Wildnis, Menschen und Barbaren. Ein gutes, effizientes Produkt europäischer Zuversicht, tatkräftig, zuverlässig und glaubensfest, Sympathisant...
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