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Wissenschaft

Politik der Töne, Politik der Bilder
Politik der Töne, Politik der Bilder

Ute Holl

Der Moses-Komplex

Der Moses-Komplex, so die Ausgangsthese der folgenden Überlegungen, wirft die Frage nach der Transformation eines Politischen unter Medienbedingungen auf, unter neuen und unbekannten Medienbedingungen. Exil, Wüste, Lager sind die Konstellationen, aus denen das Entstehen ener nächsten Gesellschaft wahrgenommen wird. Wenn von Politiken der Töne und von Politiken der Bilder die Rede ist, dann nicht von Emotionen oder Affekten, sondern von der Konstruktion wirksamer Räume und der Verteilung und Verbindung der Leute darin. Von der Schwierigkeit, dieses entstehende Politische zu realisieren,...
  • Ästhetik
  • Danièle Huillet
  • Exil
  • Arnold Schönberg
  • Gemeinschaft
Aktuelle Texte

Dieter Mersch

Digital Disrupture

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf dem Prüfstand, werden transformiert und von einer Entwicklung überholt, deren weitere Dynamik kaum absehbar ist. Die mit der Digitalisierung verbundene technologische Wende, so die allgemeine Analyse, werde alle Lebensverhältnisse dermaßen verändern und von Grund auf durchschütteln, dass mit Marshall McLuhan und dessen zusammen mit Quentin Fiore verfassten Buch, dessen Titel ironischerweise nicht lautet: The Medium is the Message, sondern The Medium is the Massage, von einer gründlichen ›Massage‹ des gegenwärtigen...

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60 Billiarden Moleküle

Thomas Huber

60 Billiarden Moleküle

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Scripted Culture: Book-Launch Zürich

15.06.2018, 18:00

ZHdK – Zürcher Hochschule der Künste
Pfingstweidstrasse 96
8031 Zürich
Schweiz

 

Themen
    • Blick
    • Spiegel
    • Betrachter
    • Optische Täuschung
  • Farbe und Bedeutung

    Farbe und Bedeutung

    Who is afraid of Red, Yellow, Blue…?

    • Farbe
    • Monochrom
    • Bildlichkeit
    • Farbenlehre
    • Semiotik / Semiologie
  • Choreographing multitudes

    Choreographing multitudes

    • Protestbewegungen
    • Massenpsychologie
    • chore
    • Schwarmforschung
    • Soziale Bewegungen
    • Medien des Sozialen
    • Soziale Netzwerke
    • Menge
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»Wenn man eine solche Frau hat, lässt sich auch in Berlin leben.«

Maria Zinfert

»Wenn man eine solche Frau hat, lässt sich auch in Berlin leben.«

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  • Siegfried Kracauer
  • Fotografie
  • 1950er Jahre
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  • Geschichte der Fotografie
  • 1930er Jahre
  • Erinnerung
  • Biographie
Aktuelle Texte

Anselm Haverkamp

Das trojanische Pferd

Innerhalb der zerbrechlichen Konstitution des Lernens und Lehrens (↑ Austauschbarkeit), des zu Wissen und Einsichten Kommens an Universitäten – der prekären Zwischenlagen des Studierens und der darauf bezogenen unausgereiften Lebensweisen – kann diese Form gegen das durch Bologna unerträglich und kontraproduktiv gewordene Übergewicht der administrativen Vollzüge das Kraut sein, das der wirtschaftsgenehmen Gleichschaltung der akademischen Lernprozesse gewachsen ist. Und sei es, wenn sie in der verzerrtesten Form (der absehbaren Überfüllung geschuldet) einstweilen überlebt, als das trojanische Pferd, das die List der Vernunft in der Metapher vom kulturellen Kapital zu Markte bringt.

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  • Lehre

 

In 62 Episoden bis zum Tod
In 62 Episoden bis zum Tod

Gertrud Koch

Breaking Bad

Albuquerque, New Mexico, eine Stadt in der Wüste und Zentrum des zweitärmsten Bundesstaates der USA bewirbt ihre Schönheiten mit dem Slogan »It’s a trip.« Viele treten ihn an, weil die Stadt unter ihren rund 500.000 Einwohnern fiktionalen Zuwachs bekommen hat: Die Figuren einer Fernsehserie des sogenannten Quality TV, Breaking Bad. Die von Vince Gilligan entwickelte Serie ist diesem Slogan gefolgt: Der Trip ist einer, der aus den kleinbürgerlichen, angloamerikanischen Bezirken der Wüstenstadt mit ihren säuberlich aufgereihten Häusern samt Swimming­pool, Barbecue...
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  • Das Böse
  • Fernsehen
  • Gewalt
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Ottmar Ette

Zum Bestiarium blendender Bologna-Eliten

Es liegt etwas faszinierend Diabolisches in der Verknappung der Ressource Zeit. Diese Beschleunigung, die auch unsere aktuelle vierte Phase beschleunigter Globalisierung auszeichnet, lässt sich nicht nur im makroökonomischen oder politisch-sozialen Umfeld nachweisen, sondern prägt selbst auf der institutionellen Ebene jene Mikrophysik der Macht, als deren Wasserzeichen eine möglichst hohe Geschwindigkeit (oder deren Vortäuschung) erkennbar ist. Wenn uns der »Hundertköpfler« aktueller Eliten also aus vielen Gesichtern, aus vielen Mündern die präfabrizierten Schlagworte (↑ Bologna-Glossar) vielhundertfach entgegenruft, dann sollten wir nicht vergessen, dass dies die Macht einer velociferischen Kontrolle über die Zeit ist, in der es nicht mehr vorrangig um das Entfalten von Komplexität, sondern um das Gestalten von Velocität geht. Macht macht schnell. Diese Verlagerung auf die fast thinkers, auf die unbedingten Vertreter einer neuen (trans-)medialen Geschwindigkeit, von der der Feldsoziologe Pierre Bourdieu wusste, bekommt der Universität aber nicht. Ferndenken ist im Minuten-Format des Fernsehens nicht zu haben.

Die neuen Bologna- und Exzellenz-Eliten...

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  • Bildungspolitik
Aktuelle Texte

Robert Stockhammer

Welche Globalisierung im Bologna-Prozess?

Zu den clichés der Kritik an der »Bologna-Reform« gehört, dass sie die Mobilität von Studierenden, statt befördert, sogar behindert haben. Falls dies zutreffen sollte, so läge es nicht an der Erklärung von 1999 selbst, sondern daran, dass sie allzugut in den Trend zur Ökonomisierung (↑ Austauschbarkeit) und Beschleunigung von Bildung passte. Wer trotzdem noch bereit ist, während eines BA-Studiums ein Semester zu (wie man dazu heute sagt) »verlieren«, kann, wenn die Zuständigen an der Heimatuniversität einigermaßen mitdenken, sehr gut ein Auslandsjahr einlegen. Schwieriger allerdings kann es sein, einfach an eine andere Universität in nächster Nähe zu wechseln. Und dies ist in der Tat ein Effekt der Globalisierung, wenn man darunter (im Einklang mit vielen neueren Definitionen) versteht, dass Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensverhältnissen sich immer weniger proportional zur geographischen Entfernung verhalten: Man kommuniziert via neuerer Medien vertraut mit seinen Freunden in Japan, kennt aber seine Nachbarn nicht. Dementsprechend kann es...

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