Nutzerkonto

Wissenschaft

Magie und Okkultismus in den Künsten
Magie und Okkultismus in den Künsten

Susanne Witzgall (Hg.)

Reale Magie

In der europäisch-amerikanischen Populärkultur der Gegenwart scheint das Magische allgegenwärtig. Vampire, Dämonen, Elfen, Zauberer, Hexen und Sterbliche mit diversen Superkräften tummeln sich in Jugendbüchern, Fernsehserien und Kinofilmen. Computerspiele werben mit Tausenden an virtuellen Zaubersprüchen und einer »Online-Welt voller Mythen, Magie und Abenteuer«. Das Internet ist voll von magischen Ratgeber_innen und okkulten Blocks und bietet nicht zuletzt einen einzigartigen barrierefreien Zugang zu Handbüchern von Magiern, Okkultisten und Hexen des 20. und 21. Jahrhunderts wie Austin Osman Spare, Aleister Crowley, Peter James...
  • Künstlerische Praxis
  • Imagination
  • Gegenwartskunst
  • Esoterik
  • Okkultismus
Aktuelle Texte

Dieter Mersch

Digital Disrupture

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf dem Prüfstand, werden transformiert und von einer Entwicklung überholt, deren weitere Dynamik kaum absehbar ist. Die mit der Digitalisierung verbundene technologische Wende, so die allgemeine Analyse, werde alle Lebensverhältnisse dermaßen verändern und von Grund auf durchschütteln, dass mit Marshall McLuhan und dessen zusammen mit Quentin Fiore verfassten Buch, dessen Titel ironischerweise nicht lautet: The Medium is the Message, sondern The Medium is the Massage, von einer gründlichen ›Massage‹ des gegenwärtigen...

ABO EN
Aktuelle Texte

Jean-Luc Nancy

Des zétrangers des zah des zuh

Fremdartiger extraneus von draußen nicht von drinnen (intraneus) nicht von zu Hause unheimlich nicht von daheim
vor den Toren – fores foreigner nicht im Einklang zu viel odd irregulär nicht normal selten sonderbar seltsam merkwürdig besherat tapfer elegant eigensinnig durchgedreht verschroben falsch frappierend ungewöhnlich erstaunlich

 

Es ist erstaunlich wie reich wir sind an Wörtern Formen Weisen die um das seltsam Fremde des Ausländers kreisen der nicht unser Landsmann ist pas pays avec nous wie man früher in Frankreich sagte c’est un pays à moi für jemanden aus meinem Dorf meiner Gegend meiner Provinz meinem Nest

 

Reich im Übermaß für alles was nicht nah und eigen geeignet passend mitmenschlich ist kein Mitdasein

 

Denn wir nehmen an dass mit avec with stimmig gehaltvoll solide und solidarisch ist und dass das was without avecsans mitohne ist außermittig oder außermitmenschlich

 

Aber »mit« »selbig« »nah« verlangt das Abrücken das Außen

Book Launch, Screening, Talk: Tatsumi Hijikata’s Butoh and the Transmutation of 1960s Japan

06.07.2019, 20:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdner Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

 

Themen
  • minima oeconomica

    minima oeconomica

    Analysen und Kritik moderner Ökonomie, deren Wissenschaft und Legitmation im Zeitalter der Finanzialisierung

    • Diskursgeschichte
    • Ökonomie
    • Wirtschaft
    • Finanzkrise
    • Finanzmärkte
    • Ökonomisierung
  • Farbe und Bedeutung

    Farbe und Bedeutung

    Who is afraid of Red, Yellow, Blue…?

    • Farbe
    • Farbenlehre
    • Monochrom
    • Semiotik / Semiologie
    • Bildlichkeit
    • Spiegel
    • Blick
    • Optische Täuschung
    • Betrachter

 

Carl Einstein und die Entgrenzung der Moderne
Carl Einstein und die Entgrenzung der Moderne

Anselm Franke (Hg.), Tom Holert (Hg.)

Neolithische Kindheit

Die Verbindung der Frühgeschichte der Menschheit (im Fall des Neolithikums: am Übergang von nomadischen zu sesshaften Formen der Vergesellschaftung) mit den frühen Stadien in der Entwicklung jedes Individuums, die Einstein in Arps Reliefs der späten 1920er Jahre ausmachte, verweist auf ein verbreitetes Interesse des 20. Jahrhunderts, die Gegenwart mit einer weit zurückreichenden Vergangenheit kurzzuschließen. Einstein trug aktiv zu den entsprechenden Spekulationen über die Tiefenzeit er sich kritisch zu den oft reaktionären Begründungserzählungen und Archaisierungen, auf die viele dieser Spekulationen hinausliefen. Sein...
  • Moderne
  • Avantgarde
  • Ethnologie
  • Kunsttheorie
  • Kunstgeschichte
Aktuelle Texte

Stefan Heidenreich

Im blinden Fleck der Bologna-Reformer

Das Netz liegt im blinden Fleck der Bologna-Reformer (↑ Bologna-Prozess). Denn Bürokraten verwalten die Welt, wie sie ist, nicht wie sie wird. So kommt es, dass man an vielen Orten über die digitale Revolution und das Netz redet, wenn es um Fragen der Universität geht, in Europa aber über ↑ Module, Punktesysteme (↑ Leistungspunkte/ECTS) und Verwaltungs-Routinen.

Was macht die Universität mit dem Netz? Oder vielleicht doch eher anders herum gefragt: Was macht das Netz mit der Universität? Diese beiden Sätze fragen nicht nach Variationen desselben, sondern nach etwas ganz anderem.

Betrachten wir’s am Beispiel der Bibliothek, der anderen großen Institution der Bildung. Was macht die Bibliothek mit dem Netz? Sie stellt ihre Kataloge online. Sie führt Datenbanken. Sie lässt uns Bücher besser finden, schneller bestellen. Sie benachrichtigt Leser, wenn deren Leihfristen ablaufen. Sie organisiert ihren Betrieb besser, schneller und einfacher.

Aber was macht das Netz mit der Bibliothek? Es macht sie überflüssig. Denn wenn erst und...

OPEN
ACCESS
  • Digitalisierung
  • Internet
  • Bibliothek
Aktuelle Texte

Hans Ulrich Reck

Kunst im Zeitalter techno-imaginärer Mediosphären

Ein reizvolles und verfängliches, verführerisches und irreführendes Stichwort zugleich. Fragen wir unverzüglich: Handelt es sich um einen Ehrentitel gegenwärtigen, unbeirrt fortschreitenden Kunstschaffens? Oder gar um eine neue Berufsbezeichnung? Wird darüber gestritten, wird er verspottet, der neue Künstler, oder nicht doch, im Gegenteil, verehrt, weil in ihm der techno-imaginär erweiterte Alchemist sich erneut aufschwingt zu den Gipfeln bemühter wie umfassender, weil digital modellierter Weltschöpfung? Gilt uns dieser Künstler als kundiger Navigator für diejenige Umgestaltung der Welt, die den Menschen die entfremdeten und enteigneten Mächte der apparativ verfestigten Technik zurückbringt, um die unbeherrschbar gewordene, verschleierte Natur wieder lesbar und für menschliches Handeln zugänglich zu machen?


Steht es in der Macht oder auch Pflicht der Kunst, mit der Ohnmacht des »Humanen« zu brechen und die Handhabung der Apparate und Technologien in die Gesellschaft und letztlich – welch eine pathetische Figur – in die Geschichtsmächtigkeit des Menschen zurückzubringen, um die »großen Erzählungen« um Freiheit und Vernunft wieder...

ABO
  • Künstler
  • Medienkunst
  • Technologie