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Till A. Heilmann: Die Oberflächlichkeit des Digitalen
Die Oberflächlichkeit des Digitalen
(S. 253 – 266)

Die Oberflächlichkeit des Digitalen

Till A. Heilmann

Die Oberflächlichkeit des Digitalen

PDF, 14 Seiten

In Diskussionen über Computer taucht häufig der Gegensatz Tiefe/Oberfläche auf. Dabei wird das digitale Funktionsprinzip von Computern regelmäßig mit einem in der Tiefe der Maschine liegenden ›Inneren‹ identifiziert. Die Oberfläche der Maschine erscheint dagegen als ›äußerlicher‹ Zusatz zum digitalen Prinzip, der das eigentliche Funktionieren der Technik nicht betrifft. Der Beitrag zeichnet diese Rede nach und hält ihr mit Beispielen aus der Geschichte der EDV das Konzept einer Oberflächlichkeit des Digitalen entgegen, welche ein konstitutives Moment komputationeller Prozesse bildet.

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Till A. Heilmann

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Digitalität als Kulturprinzip; Digitaltechnik und Arbeit; nordamerikanische und deutschsprachige Medienwissenschaft; Schriftlichkeit und Algorithmus; Standardisierung und Normierung. Er studierte Germanistik und Medienwissenschaft an der Universität Basel, wo er 2008 mit einer Arbeit zur Geschichte des Computers als Schreibmaschine promovierte.

Weitere Texte von Till A. Heilmann bei DIAPHANES
Christina Lechtermann (Hg.), Stefan Rieger (Hg.): Das Wissen der Oberfläche

An Oberflächen gewinnen ganze Wissensordnungen Kontur. Dieser Befund ist erstaunlich, steht doch der langen Geschichte praktischer Oberflächengestaltung eine semantische Tradition gegenüber, die der Oberfläche mit ausgesprochener Geringschätzung begegnet. Der Band stellt in epochenübergreifender Perspektive die historisch sich wandelnden Konzepte sowie die epistemische Valenz der Oberfläche zur Diskussion. Dabei sollen unterschiedliche Wissensfiguren in Vormoderne und Moderne ebenso in den Blick geraten wie konkrete Umgangsformen und Praxen, die mit der Oberfläche verbunden sind.

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