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Uwe Wirth: »His ignorance was as remarkable as his knowledge«
»His ignorance was as remarkable as his knowledge«
(S. 289 – 304)

Weiß Sherlock Holmes, was er tut?

Uwe Wirth

»His ignorance was as remarkable as his knowledge«
Weiß Sherlock Holmes, was er tut?

PDF, 16 Seiten

Uwe Wirth wendet sich am Beispiel von Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Geschichten einem signifikanten epistemischen Sozialtypus des 19. Jahrhunderts, dem Detektiv, zu, der in besonderer Weise Anteil an verschiedenen perspektivischen Konstellationen von Wissen und Nicht-Wissen der Moderne hatte und daraus seine spezifischen Techniken der Verblüffung gewinnen konnte.

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Uwe Wirth

ist seit 2007 Professor für Neuere deutsche Literatur und Kulturwissenschaft an der Justus-Liebig Universität Gießen. Seine Forschungsschwerpunkte sind: deutsche Literatur ›um 1800‹; Kulturtheorie; Literaturtheorie; Semiotik.

Michael Bies (Hg.), Michael Gamper (Hg.): Literatur und Nicht-Wissen

Die Behauptung von Wissen erfordert stets eine Abgrenzung von dem, was es nicht ist. Dabei wird ein Nicht-Wissen formiert, das zunächst als zu beseitigendes Substrat bei der Wissenserweiterung erscheint, gleichzeitig aber die Dynamik von Kenntnisgewinnungsprozessen befördert. Elemente von Nicht-Wissen sind deshalb unabdingbare Bestandteile moderner Wissensparadigmen.

Literatur nimmt diese Verschränkungen von Wissen und Nicht-Wissen auf, indem sie deren Dialektik darstellt, verarbeitet und reflektiert. Dabei wird sie selbst zu einer Agentin in Wissensprozessen, die sich oft in Bereichen positioniert, in denen Wissenschaften keine exakten Ergebnisse erzielen können oder dürfen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes stellen grundlegende Überlegungen zu diesem intrikaten Verhältnis an, arbeiten die prominente strategische Position der Literatur in den Wissenskulturen heraus und untersuchen ihre historische Prägnanz an verschiedenen Konstellationen zwischen 1730 und 1930.

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