Nutzerkonto

Virginia Richter: Anschauung des Unsichtbaren
Anschauung des Unsichtbaren
(S. 359 – 377)

Rhetoriken des Nicht-Wissens im Umfeld des Darwinismus

Virginia Richter

Anschauung des Unsichtbaren
Rhetoriken des Nicht-Wissens im Umfeld des Darwinismus

PDF, 19 Seiten

Virginia Richter bearbeitet die Herausforderung, eine Anschauung für das zeitlich entlegene Unsichtbare zu finden, an den Rhetoriken des Nicht-Wissens im Umfeld des Darwinismus.

  • Wissenschaftsgeschichte
  • Poetologie des Wissens
  • Nicht-Wissen
  • Literaturwissenschaft
  • Wissen
  • Poetik
  • Wissensgeschichte
  • Germanistik

Meine Sprache
Deutsch

Aktuell ausgewählte Inhalte
Deutsch, Englisch, Französisch

Virginia Richter

ist seit 2007 Ordentliche Professorin an der Universität Bern. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Englischsprachige Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts; Literatur und Wissenschaft; Darwinismus; Tiere in der Literatur; der Strand als liminaler Natur- und Kulturraum; Erzählkulturen; moderne Autorschaftsfigurationen am Beispiel von Henry James; Kosmopolitanismus; das post-imperiale Imaginäre.

Michael Bies (Hg.), Michael Gamper (Hg.): Literatur und Nicht-Wissen

Die Behauptung von Wissen erfordert stets eine Abgrenzung von dem, was es nicht ist. Dabei wird ein Nicht-Wissen formiert, das zunächst als zu beseitigendes Substrat bei der Wissenserweiterung erscheint, gleichzeitig aber die Dynamik von Kenntnisgewinnungsprozessen befördert. Elemente von Nicht-Wissen sind deshalb unabdingbare Bestandteile moderner Wissensparadigmen.

Literatur nimmt diese Verschränkungen von Wissen und Nicht-Wissen auf, indem sie deren Dialektik darstellt, verarbeitet und reflektiert. Dabei wird sie selbst zu einer Agentin in Wissensprozessen, die sich oft in Bereichen positioniert, in denen Wissenschaften keine exakten Ergebnisse erzielen können oder dürfen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes stellen grundlegende Überlegungen zu diesem intrikaten Verhältnis an, arbeiten die prominente strategische Position der Literatur in den Wissenskulturen heraus und untersuchen ihre historische Prägnanz an verschiedenen Konstellationen zwischen 1730 und 1930.

Inhalt