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Jens Kastner: Strukturell blockierte Blasebälge. Zeitschriften als Überbrückungen der Gräben zwischen Kunstfeld und sozialen Bewegungen
Strukturell blockierte Blasebälge. Zeitschriften als Überbrückungen der Gräben zwischen Kunstfeld und sozialen Bewegungen
(S. 140 – 151)

Jens Kastner

Strukturell blockierte Blasebälge. Zeitschriften als Überbrückungen der Gräben zwischen Kunstfeld und sozialen Bewegungen

PDF, 12 Seiten

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Jens Kastner

Jens Kastner ist Soziologe, Kunsthistoriker und Autor. Er ist Senior Lecturer am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultur- und Sozialtheorien, Kunstkritik, Geschichte und Theorie sozialer Bewegungen, Anarchismus und Latin American Studies. Zuletzt erschienen Balzac-Lektüren. Studien zur Kultursoziologie (Wien/Berlin: Turia + Kant, 2024) und Klassifikation und Kampf. Zur Aktualität der Kultursoziologie Pierre Bourdieus (Wien/Berlin: Turia + Kant, 2024).
Weitere Texte von Jens Kastner bei DIAPHANES
Sigrid Adorf (Hg.), Sønke Gau (Hg.), ...: going public.

Veröffentlichungspraktiken im Kunstfeld sind vielfältig: Sie reichen vom Ausstellen und Publizieren von Kunst über das Schreiben über Kunst bis hin zur Veröffentlichung künstlerischer und kuratorischer Forschung. Erst durch das Veröffentlichen werden Ergebnisse kultureller Produktion öffentlich sichtbar, diskutierbar und für unterschiedliche Publika zugänglich. Veröffentlichen ist damit nicht nur ein Akt der Vermittlung, sondern ein konstitutiver Bestandteil kultureller Produktion.

Der von Sigrid Adorf, Sønke Gau und Basil Rogger herausgegebene Band versammelt künstlerische, kuratorische, theoretische und aktivistische Perspektiven auf die Frage, wie Öffentlichkeit im Kunstfeld hergestellt wird und welche ästhetischen, politischen und institutionellen Bedingungen diese Prozesse prägen. Im Zentrum steht ein Verständnis des Veröffentlichens als ästhetisch-politische Praxis. Dabei geht es nicht primär um die Vermittlung »objektiv gesicherten Wissens«, sondern um die öffentliche Mitteilung als emanzipatorische Praxis, die Unsicherheiten, Widersprüche und Komplexitäten produktiv macht.

Die Publikation geht auf die Veranstaltungsreihe Positionen und Diskurse zurück, die zwischen 2009 und 2024 am Departement Kulturanalysen und Vermittlung der Zürcher Hochschule der Künste stattfand. Über fünfzehn Jahre hinweg brachte die Reihe internationale Künstler:innen, Kurator:innen, Theoretiker:innen und Aktivist:innen zusammen, um Fragen der Öffentlichkeit, der kulturellen Produktion und der politischen Dimension ästhetischer Praxis zu diskutieren.

Mit Beiträgen von Sigrid Adorf, Dirk Baecker, Margarida Brito Alves, Sønke Gau, Stephan Geene, Jens Kastner, Eva Kernbauer, Gabriela Löffel, Isabell Lorey, Geert Lovink, Tine Melzer, Maria Muhle, Shusha Niederberger, Uriel Orlow, Volker Pantenburg, Basil Rogger und Marion von Osten.

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