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Mehdi Belhaj Kacem, David Graeber, ...: Anarchie – oder was?

Mehdi Belhaj Kacem, David Graeber, Assia Turquier-Zauberman

Anarchie – oder was?
Gespräche mit Mehdi Belhaj Kacem und Assia Turquier-Zauberman

Broschur, 224 Seiten

Erscheint am 11.09.2020

David Graebers Lektüren historischer Entwicklungen verliefen schon immer gegen den Strich sowohl des liberalen wie des linken Mainstreams. Auf Grundlage seiner theoretischen wie praktischen Erfahrungen als Ethnologe und Anthropologe diskutiert er hier mit dem tunesisch-französischen Philosophen Mehdi Belhaj Kacem und der Anthropologin Assia Turquier-Zauberman die Genealogie anarchistischen Denkens und die möglichen Perspektiven für eine Politik des 21. Jahrhunderts. In einem Parcour quer zu den bekannten Linien des historischen Anarchismus und vor dem Hintergrund von Bewegungen wie Occupy Wall Street und Gilets Jaunes geht es darum, dem politischen Denken jenseits der allgemeinen Alternativlosigkeiten und politischen Schemata neue Impulse zu verschaffen. Der rasante Polylog exponiert Graeber dabei als geistreichen Querdenker und radikalen Aktivisten.

  • Occupy Wall Street
  • Gemeinschaft
  • Anarchie
  • Anarchismus
  • Performativität
  • Revolution

»Es gibt eine endlose Theorie über den Wahnsinn und die Dummheit der Masse, und die meisten Leute glauben denn auch, dass eine Masse notwendigerweise dümmer ist als die Summe ihrer Teile. Deshalb glaubt man auch an die Notwendigkeit autoritärer Führer, die man beliebig aus eben dieser Masse auswählt. Anarchismus ist die Idee, dass eine Masse von ­Menschen klüger sein kann als irgendein Individuum, und die Suche nach Formen der Kommunikation, diese Intelligenz in ein anderes Handeln zu übersetzen.«

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Mehdi Belhaj Kacem

Mehdi Belhaj Kacem

ist ein tunesisch-französischer Autor und Philosoph. Bereits mit 20 Jahren schrieb er seinen ersten Roman Cancer. Schon vor dem Erscheinen seines zweiten Romans 1993  begann er sich der Philosophie zuzuwenden und veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche, kontrovers diskutierte Essays. Auf Deutsch sind u.a. erschienen: Artaud und die Theorie des Komplotts (2017), Protreptikos zur Lektüre von ›Sein und Sexuierung‹ (2012), Inästhetik und Mimesis (2011). ­Gemeinsam mit Jean-Luc Nancy ist er Herausgeber der neuen Reihe ­­anarchies bei DIAPHANES.
David Graeber

David Graeber

ist Ethnologe, Anarchist und politischer Aktivist. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze und gilt als Vordenker der Occupy-Bewegung. Bis 2007 lehrte David Graeber Ethnologie an der Yale University, heute ist er am Goldsmiths College der University of London tätig.

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