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Wissenschaft

Lawless: Clouds Reprise
Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
  • Gemeinschaft
  • Arnold Schönberg
  • Exil
  • Danièle Huillet
  • Jean-Marie Straub
Aktuelle Texte

Claire Denis

Fragility is the only thing I really know about me

I am not a very balanced person. I am fragile and sad – almost as described in Triste Tropiques by Claude Lévi-Strauss. I feel both those adjectives, I grew up with them. I was aware of my fragility even when I was very young – a baby, learning to walk, living somewhere in Africa and already feeling that the number of white persons was very small compared to the number of black persons and also noticing that most of the black persons that I met were gardeners or maids. I felt – I am sure I am not lying – even at that very young age, not a sense of injustice, but a sort of guilt.

Guilt for what? My parents were nice people, they treated everyone well. My father was avidly learning languages, he spoke many African languages and also Pidgin English very well and he used to speak it...

  • Autorenfilm
  • Identität
  • Subjektivität
  • Autofiktion
News + Veranstaltungen

Anthropocene Lecture: Bruno Latour

29.09.2017, 19:00

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte

Maren Lehmann

Die Vorlesung ist die wilde Version des Lesens

Die Vorlesung gelingt, wenn sie die Unterscheidungen innen/außen (positives Arrangement zum Beispiel von Körpern und Dingen), flach/nichtflach (negatives Arrangement zum Beispiel von Bildern und Schriften) und die Unterscheidung beider Arrangements unentschieden lässt. Das heißt: Sie gelingt nur von Moment zu Moment, sie ist ein dominant zeitliches Arrangement kommunikativer Ereignisse, das Körper, Räume und Bücher als Stabilitätsanker braucht, auf die sie aber im entscheidenden Moment nur im Sinne kontingenter Möglichkeiten rechnen kann – und auch nur so zu rechnen braucht. Aus dieser dominanten Zeitlichkeit resultiert die Fokussierung der Vorlesung auf das Hören, genauer: auf die Differenz von Sprechen und Hören. Die Kunst der Vorlesung besteht darin, zumindest diese eine Unterscheidung nicht unentschieden zu lassen. Das kann, weswegen die Vorlesung eine nach Möglichkeit kurze Episode ist, nicht lange gelingen und es kann überhaupt nicht gelingen, wenn nicht das Hören, sondern das Sprechen privilegiert wird. Im Kontext der Vorlesung ist die dominante Rolle immer...

  • Friedrich Schleiermacher
  • Bildung
  • Akustik
  • Relationalität
  • Lehre

 

Magdalena Marszałek (Hg.), Dieter Mersch (Hg.)

Seien wir realistisch

Dokumentarische Kunstpraktiken haben derzeit Hochkonjunktur, ob in Fotografie, Film, Theater, performativen Kunstexperimenten oder Literatur. Über einen »neuen Realismus« wird in der Philosophie ebenso wie in der künstlerischen Produktion diskutiert. Ein postkonstruktivistischer Realismus misstraut der Repräsentation, weiß um die Gemachtheit der Darstellung und will auf die Selbstreflexivität künstlerischer Praktiken nicht verzichten. Doch weder ist den gegenwärtigen Realismen das Begehren nach unmittelbarer Wirklichkeitserfahrung fremd, noch verzichten sie auf Wirklichkeitskritik und politische Intervention. Immer wieder geht es um die Herstellung einer Berührung mit...
  • Das Reale
  • Dokumentarismus
  • Dokumentarfilm
  • Ästhetik
  • Denkt Kunst
Aktuelle Texte

Johanna-Charlotte Horst

Wie Begriffe außer Kontrolle geraten

So versucht das ↑ Bologna-Glossar nicht nur, neue Begriffe in den universitären Diskurs einzuführen, sondern auch bereits bestehende in Zaum zu halten: Wo und auf welche Weise sie losgelassen werden dürfen, soll ganz genau vorbestimmt sein. Um mögliche Bedeutungsverschiebungen zu verhindern, werden Begriffsdefinitionen der universitären Praxis entzogen und externen Institutionen übergeben. Sie verwandeln sich somit in fremde Wörter, in Glossen.

Aristoteles definiert die Glosse als ein Wort, das von den anderen verwendet wird und bei Quintilian ist sie ein wenig gebräuchliches Wort. In jedem Fall sind Glossen nicht unmittelbar verständlich, da sie aus fremden Lebenszusammenhängen stammen. Sie bedürfen einer Kommentierung, um nicht als blinde Flecken in der Rede zu verwirren und auf gefährliche Irrwege zu führen. Das Glossar erklärt fremde Wörter und erläutert deren jeweilige Anwendung in der Hoffnung, sie auf diese Weise in den Griff zu bekommen, sie in die eigene Sprache zu integrieren und in eine bloße, nicht weiter störende,...

  • Bildungspolitik
  • Bologna-Prozess
  • Universität
  • Sprache
  • Widerstand