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Diskurs

Eine Form für den Gesellschaftskörper
Eine Form für den Gesellschaftskörper

Igor Chubarov

Das Kollektivsubjekt oder die Masse als Subjekt

Im Grunde wurde das revolutionäre Ereignis in Evreinovs Performance auf der Ebene des theatralen Gestus und der therapeutischen Gestalt erst gestärkt und entwickelt. Auch Sergej Ejzenštejn hat sich, wenn auch später und wenn er dies auch abgestritten hat, in seinem Oktober wahrscheinlich auf Evreinovs in Fotografien und Chroniken dokumentierte Inszenierung gestützt. Anhand ebendieser Chroniken haben spätere Generationen von Sowjetbürgern die Revolution erinnert und wahrgenommen. Evreinov hat mit seiner Performance die Perspektivlosigkeit des naturalistischen Theaters bewiesen, welches einfach nur versucht, die...
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Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

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Mama Say Make I Dey Go, She Dey My Back

Jelili Atiku, Damian Christinger

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Straub/Huillet: Sagen Sie's den Steinen

13.09.2017 – 19.11.2017

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Deutschland

Sturm auf den Winterpalast: Geschichte als Theater

23.09.2017 – 25.10.2017

Gessnerallee Zürich
Gessnerallee 8
8001 Zürich
Schweiz

Dauerausstellung »Gesichtsüberwachungsschnecken« von Yves Netzhammer

05.09.2017 – 05.09.2018

U-Bahn-Station Altes Landgut (U1)
1100 Wien
Österreich

 

 

Ein Taschenuniversum für Denker und Sinnierer
Ein Taschenuniversum für Denker und Sinnierer

Yves Netzhammer

Concave Thoughts

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Simon Roloff

Arbeitsmarkt

Robert Walsers Roman Jakob von Gunten beschreibt das Schicksal einer bekannt und zugleich überaus rätselhaft wirkenden Institution. Obwohl sie als Erziehungseinrichtung gehandelt wird, scheint Bildung in einem gymnasialen, polytechnischen oder gar klassisch universitären Sinn nicht ihr Ziel zu sein. Gleich zu Beginn heißt es mit aufsässiger Resignation von einem Schüler: »Man lernt hier sehr wenig, es fehlt an Lehrkräften, und wir Knaben vom Institut Benjamenta werden es zu nichts bringen, das heißt, wir werden alle etwas sehr Kleines und Untergeordnetes im späteren Leben sein.« Das Potential und die Freiheitsgrade der hier nur »Zöglinge« genannten Unterrichteten wird also durch das Institut nicht erhöht, sondern planvoll vermindert. Die in der Lehre eingesetzten Übungen und Verhaltensregeln bestehen zu diesem Zweck nur in end- und grundlosen Wiederholungen, in denen die Tätigkeit verschiedenster Berufe, der Alltag der das Institut umgebenden Stadt und der Habitus sozial höherstehender Schichten nachgeahmt werden. In dieser Zwangsmimesis am Bestehenden scheinen...

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Christian Demand

Zur Sprache der Kunstkritik

Im politischen, publizistischen und wissenschaftlichen Diskurs in Sachen Kunst regieren inzwischen derart ausgeprägte volkspädagogische Reflexe, dass Konflikte nur noch höchst selten als solche überhaupt benannt, geschweige denn ausgetragen werden. 
Die fünf Prozent der Bevölkerung, die ernsthaft als potentielle Adressaten für Gegenwartskunst in Frage kommen, haben sich ihrerseits längst daran gewöhnt, ständig mit neuen hermeneutischen Herausforderungen konfrontiert zu werden, ja sie wären enttäuscht, blieben diese auf einmal aus. Das wirft ein ungünstiges Licht auf die These, zeitgenössische Kunst habe es wegen ihrer exorbitanten Komplexität und intrinsischen Sperrigkeit so besonders schwer beim Publikum. Weder hat sie es per se ungemein schwer, wie die Besucherzahlen von Großausstellungen und Kunstmessen zeigen, noch ist sie per se ungemein komplex. Das viel beschworene Gefühl, einer Zumutung ausgesetzt zu sein, das nach der kanonischen Moderneerzählung angeblich den Umgang mit dem jeweils Neuesten auszeichnet, dürfte sich für das Gros der kunstinteressierten Laien inzwischen weitaus häufiger bei der Begegnung...

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