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Diskurs

Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
  • Danièle Huillet
  • Arnold Schönberg
  • Gemeinschaft
  • Exil
  • Jean-Marie Straub
Joseph Vogl

»DIE SCHULD GEHÖRT MIR!«

Morde und Schriften sind nicht nur miteinander verschränkt, sie sind vielmehr zu gleichen Teilen das, wofür eine große Autorschaft, eine gleichsam hyperbolische Urheberschaft reklamiert worden ist. So sind die diversen Texte nicht einfach Ankündigung oder Geständnis einer künftigen Tat, sondern vor allem Variationen über das Thema Ruhm, Fama und Infamie. Und all das transportiert auch der Mordanschlag selbst. »Ich frage mich«, schreibt Eric Harris im Tagebuch, »ob jemand ein Buch über mich schreiben wird. Sicher sind hier haufenweise Symbolismus, Doppelsinn, Themen, Schein vs. Realitätsscheiße im Spiel. Es fühlt sich verdammt besser an, wenn es geschrieben ist.« Das Schreiben über unvergleichliche Taten, dann der Exzess dieser Taten selbst, dann das Schreiben darüber – das ergibt ein dichtes Verweissystem, in dessen Fluchtpunkt eine unverwechselbare Täter- und Autorschaft steht und das aus dem Ganzen eine einzige, einzigartig autorisierte Handlungseinheit macht. Als könnte alles ein für alle Mal gesagt werden, als könnte man alle Diskurse...

  • Gewalt
  • Wahnsinn
  • Schreiben
  • Amok
  • Mord
Maria Zinfert

“With a woman like that you can even live in ­Berlin”

  • Fotografische Bilder
  • Porträt
  • Siegfried Kracauer
  • Biographie
  • 1930er Jahre
  • Sammlung
  • Geschichte der Fotografie
  • Exil
  • Fotografie
  • 1950er Jahre
  • 20. Jahrhundert
  • Archiv
  • Paris
Tom McCarthy

“Obsessed with buffering”

I’ve become obsessed with buffering—or the narrator in my new novel is obsessed with buffering. He’s an anthropologist who has grown up reading Lévi-Strauss but he’s also a corporate anthropologist who is working for the Man. He’s putting culture in the service of capital. Like we all do, he spends most of his life staring at a screen, and he frequently encounters bouts of buffering. And the first thought he has is that this is not ultimately a technological situation, it’s a theological situation. Behind that little circle spinning on your laptop there’s this belief that somewhere in Uzbekistan, Nevada or Finland there are many Über-servers with satellite dishes generating and sending out data. “Data” means gift and these servers are gifting all this data to you in this unconditional act of endless generosity and data angels are dancing on the pinhead of your Wi-Fi. And this places you inside...

  • Moderne
  • Fiktion
  • Literatur
  • Literaturwissenschaft
  • Gespräch
News + Veranstaltungen

Finissage »Concave Thoughts« mit Filmscreening

03.03.2017, 18:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Ausstellung: Yves Netzhammer: Concave Thoughts

27.01.2017 – 03.03.2017

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Neuerscheinungen

 

Themen
Kerstin Stakemeier

“Identity, fragile, gives way to identity”

  • Emanzipation
  • Identität
  • Politik
  • Gilles Deleuze
  • Theodor W. Adorno
  • Félix Guattari
  • Kathy Acker
  • Subjektivierung
Philipp Felsch

Wissen, ca. 1980

Offen gestanden versuche ich, das Wort ›Praktiken‹ inzwischen möglichst selten zu verwenden. Denn bei den letzten Malen zerfiel es mir manchmal wie ein modriger Pilz im Mund. Wenn ich es von anderen höre, reagiere ich skeptisch: Kaum ein anderer Begriff kommt innerhalb der Wissenschaftsgeschichte und den angrenzenden Kulturwissenschaften nämlich mit einer so massiven Selbstevidenz daher. Meistens nicht allein, sondern von einem Attribut begleitet. Dann ist von ›diskursiven‹, ›epistemischen‹ oder ›kognitiven‹ Praktiken die Rede. Stets geht es darum, etwas, das mit Wissen, mit Denken oder Begriffen zu tun hat, in Wirklichkeit als Praxis zu erweisen. Soweit ich sehe, ist das seit den achtziger Jahren der Fall. Doch anders als damals werden die Voraussetzungen, die Ansprüche und Implikationen dieser Umdeklarierung heute kaum noch diskutiert. Eine diffuse Bedeutung, die immer mittransportiert wird, lautet: »Hier wird keine Ideen­geschichte getrieben.« – »Und das ist auch gut so!«, könnte der oder die Betreffende sogleich hinzufügen, denn einer...

  • 1980er Jahre
  • Medien
  • Technik
  • Ökologie
  • Wissen

 

Zu einer Poetik des Seriellen

Elisabeth Bronfen (Hg.), Christiane Frey (Hg.), ...

Noch einmal anders

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...
  • Wiederholung
  • Serialität
  • Denkt Kunst
  • Serie
  • Film
Cornelia Wild

Welches Maß kennt die Modularisierung?

Die Modularisierung erfolgt im Zeichen der Verwirklichung einer globalen Idee, in der immer wieder betont wird und betont werden kann, wie sehr diese als positive Möglichkeit und nicht als negative Unterdrückung verstanden werden soll. Diese Positivierung konfrontiert uns mit der Unmöglichkeit, uns dagegen zu wehren. Da die Trennung von Selbst und Staat verwischt worden ist, bedeutet jedes Aufbegehren immer auch, sich gegen sich selbst zu wenden. Anstatt zu rebellieren, reagieren die Betroffenen mit Erschöpfung (↑ Lebensführung, studentische). Doch nicht ein Mehr an Wissen führt zur Überforderung der »neuen« Studierenden, sondern die Überforderung resultiert aus der Unmöglichkeit, das zu erwerbende Wissen in eine individuelle Praxis zu überführen. Denn in dem Moment, in dem die individualisierte Technik des rechten Maßes nicht mehr aus eigenem Wunsch heraus erfolgt, kippt sie in eine repressive Maßnahme.

  • Bologna-Prozess
  • Bürokratie
  • Bildungspolitik
  • Universität
Diana Coole

New Materialism

Over the past two or three years there has been much talk in the social and human sciences about a materialist turn. It is clear that this is not, however, a complete revolution back to older forms of materialism, even if some of their traces are still resonant. The new materialists are self-consciously positioning themselves in the wake of an earlier cultural turn towards linguistic modes of cultural analysis that included radical forms of constructivism, but also in response to new challenges and opportunities that are emerging through novel ways of understanding matter and handling objects.

My essay has two main parts. The first provides an overview by considering some of the ways a new materialism is being pursued, the sources from which it draws inspiration and the kind of vocabulary that is being used to invoke volatile process of materialisation. This includes a sketch of the new materialist ontology, with...

  • Ding
  • Anthropologie
  • materialist turn
  • Materialität
  • Materialästhetik
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