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Diskurs

Essays on Photography by Siegfried Kracauer
Essays on Photography by Siegfried Kracauer

Siegfried Kracauer, Philippe Despoix (Hg.), ...

The Past's Threshold

There can be no doubt, however, that in Kracauer’s texts published at the turn of the 1920s and the 1930s from his position as an editor of the cultural pages at the daily newspaper Frankfurter ­Zeitung, then in the 1950s during his American period, he sketches out a theorisation of photography that can be described as groundbreaking. But it is also true that most of his works overlap, in more than one way, with this medium of reproduction or that...
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Joseph Vogl

»DIE SCHULD GEHÖRT MIR!«

Morde und Schriften sind nicht nur miteinander verschränkt, sie sind vielmehr zu gleichen Teilen das, wofür eine große Autorschaft, eine gleichsam hyperbolische Urheberschaft reklamiert worden ist. So sind die diversen Texte nicht einfach Ankündigung oder Geständnis einer künftigen Tat, sondern vor allem Variationen über das Thema Ruhm, Fama und Infamie. Und all das transportiert auch der Mordanschlag selbst. »Ich frage mich«, schreibt Eric Harris im Tagebuch, »ob jemand ein Buch über mich schreiben wird. Sicher sind hier haufenweise Symbolismus, Doppelsinn, Themen, Schein vs. Realitätsscheiße im Spiel. Es fühlt sich verdammt besser an, wenn es geschrieben ist.« Das Schreiben über unvergleichliche Taten, dann der Exzess dieser Taten selbst, dann das Schreiben darüber – das ergibt ein dichtes Verweissystem, in dessen Fluchtpunkt eine unverwechselbare Täter- und Autorschaft steht und das aus dem Ganzen eine einzige, einzigartig autorisierte Handlungseinheit macht. Als könnte alles ein für alle Mal gesagt werden, als könnte man alle Diskurse...

  • Schreiben
  • Wahnsinn
  • Amok
  • Gewalt
  • Mord
News + Veranstaltungen

»Zur Krise des Kapitalismus«: Gespräch mit Joseph Vogl

24.03.2017, 19:30

Stadtbibliothek am Neumarkt (Zentralbibliothek)
Josef-Haubrich-Hof 1
50676 Köln
Deutschland

»Aesthetics and the Alien: Straub/Huillet in ›Moses und Aron‹«

29.03.2017, 19:00

e-flux
East Broadway 311
10002 New York, NY
USA

Yves Netzhammer: »Selbstgespräche nähern sich wie scheue Rehe«

04.03.2017 – 23.04.2017

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster
Deutschland

Neuerscheinungen
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »Sturm auf den Winterpalast«
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »The Storming of the Winter Palace«
Gertrud Koch: Breaking Bad, Breaking Out, Breaking Even
Kerstin Stakemeier (Hg.), Susanne Witzgall (Hg.): The Present of the Future
Artur Żmijewski, Sandra Frimmel (Hg.), ...: Kunst als Alibi

 

Themen
Maria Zinfert
“With a woman like that you can even live in ­Berlin”

“With a woman like that you can even live in ­Berlin”

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  • Geschichte der Fotografie
  • Archiv
  • Siegfried Kracauer
  • Porträt
  • 1950er Jahre
  • 20. Jahrhundert
  • Fotografische Bilder
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Frank Ruda

Democracy and its Discontents

Fredric Jameson has diagnosed the contemporary situation as one of subjective perplexity and disorientation. After the failures of all the Marxist attempts to install a framework which could provide for a collective subjective orientation, and after the perpetual intensification of late capitalism’s dynamics, the contemporary epoch is marked by the feeling that “the truth of … experience no longer coincides with the place in which it takes place.” This is to say, that individuals become disoriented because they lack an effective cognitive map of the complete situation they are in. This lack of orientation originates in the absence of a standpoint that would provide not only an abstract, but also a concretizable, perspective on the totality of the situation in which an individual finds himself. Badiou has further complicated the problem of disorientation, by linking it to the modalities of subjectivization offered by contemporary societies. In his analysis he refers to...

  • Kunst
  • Kunstkritik
  • Gegenwartskunst
  • Ästhetik
  • Dichtung

 

Zu einer Poetik des Seriellen
Zu einer Poetik des Seriellen

Elisabeth Bronfen (Hg.), Christiane Frey (Hg.), ...

Noch einmal anders

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...
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  • Wiederholung
  • Denkt Kunst
Christian Marazzi

Wissensarbeit im kognitiven Kapitalismus

Die neue weltweite Gestalt des Wissenskapitalismus, die Inversion des Stroms der Direktinvestitionen, die Prekarisierung der Wissensarbeit in Industrieländern und die Vervielfachung neuer Silicon Valleys in Schwellenländern zwingen dazu, den Raum der politischen Neuzusammensetzung des Kognitariats neu zu definieren. Schon gleich freilich gilt es dabei den Gedanken eines Handelskonflikts zwischen Industrie- und Schwellenländern zu verwerfen, samt der entsprechenden nationalstaatlich-protektionistischen Vorstellungen.

Die Umkehrung der Investitionsströme, wie sie sich in den Jahren nach 2000 auf den Finanzmärkten durchgesetzt hat, spiegelt sich im ungeheuer schnellen Anwachsen des US-amerikanischen Haushalts- und Handelsbilanzdefizits ebenso wider wie in den steigenden Überschüssen der asiatischen Länder, so beispielsweise in China, wo angesichts eines anhaltend starken Stroms ausländischer Direktinvestitionen der Überschuss im Jahr 2004 fünf Prozent des BIP übersteigen sollte. Ein weiterer Effekt ist die Akkumulation von Währungsreserven in den asiatischen Staaten, Reserven, die von den Notenbanken dieser Länder dazu verwendet werden, die Abwertung des Dollar zu bremsen, indem sie US-Staatsanleihen...

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Barbara Hahn

Publish or perish?

Vor nicht allzu langer Zeit fiel mir ein Buch in die Hände, verfasst vom Inhaber einer wohldotierten Professur an einer deutschen Universität. Ein erstaunliches Buch. Ich bin mir sicher, dass niemand es gelesen, geschweige denn korrigiert hat, bevor es in den Druck ging. Fast auf jeder Seite die unglaublichsten Fehler; jede Fußnote folgte einer anderen Zitierweise. Ein Buch, geschrieben im tapferen Kampf gegen die deutsche Sprache. Muss ich hinzufügen, dass der Verfasser/die Verfasserin Deutsche Literatur lehrt?

Deutsche Wissenschaftsverlage glauben nicht an peer reviews. Gedruckt wird, wofür ein Druckkostenzuschuss zur Verfügung steht. Auch angesehene Verlage haben längst kein Lektorat mehr. Oft wird nicht einmal mehr zusammen mit dem Autor Korrektur gelesen. Die Bücher, die bei diesem Prozess herauskommen, sehen entsprechend aus. Geschrieben wurden sie durchaus nicht für Leser; sie existieren nur, damit sie auf der Publikationsliste der Verfasser auftauchen (↑ Sammelband). Wobei sich die meisten der an Universitäten Lehrenden auf die üblichen zwei...

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