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Diskurs

Unstable constructs of identity
Unstable constructs of identity

Susanne Witzgall

The Digital Self and the Subject Under Strain

People use representations of themselves – be they visual, written, material or mental – as an aid to securing the self, even though the precarious balance that exists between the representation and the represented is already well known. According to Zirfas and Jörissen, in spite of any misgivings about the self-image, it is nevertheless something that allows the subject to distil his or her own relation to the world into something “comprehensible and tangible,” and “stabilising unstable constructs of identity.”... OPEN
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Aktuelle Texte

Marcus Quent

Ohne Halt

Die Allgegenwart der Kritik, ihre Dominanz in Gestalt von Themen, in Gestalt von Verhaltensweisen und Bekenntnissen, ist ein erstes Anzeichen für die Abwesenheit kritischen Denkens.

In akademischen Kreisen dominiert gegenwärtig eine regelrechte Inventarisierung und Archivierung der Kritik, eine fleißige Verwaltung des kritischen Hausrats. Hier begegnet man allerlei Relevanzprüfern und Erbschaftsverwaltern, die das Brauchbare vom Unbrauchbaren trennen und die Familienzugehörigkeiten überwachen. Kritik erstarrt, weil sie in ihren Händen oft nicht mehr ist, als der beliebige Gegenstand eines enzyklopädischen Interesses. Dieses leidenschaftslose Interesse, das von keinem Impuls geleitet, von keinem Affekt getrieben wird, kennt nichts Liebens- oder Hassenswertes. Auf der anderen Seite drängen sich vermeintliche Gegenspieler in den Vordergrund, die meinen, die Kritik als ein rein evaluatives und optimierendes Unternehmen entlarven zu können. Hier sind es nicht Aktualitätsbescheiniger und Treuhandwächter, mit denen man es zu tun bekommt, sondern juvenile Rebellen und halbstarke Aufschneider. Sie verkünden mit antiakademischen Volten, die doch mitten in der...

  • Affekte
  • Kritik
  • Öffentlichkeit
News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte
The Moses complex’s place is exile.

Ute Holl

The Moses complex’s place is exile.

  • Arnold Schönberg
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  • Psychoanalyse
Aktuelle Texte

Igor Samokhin

Ranking als sich selbst verstärkendes System

Was verbirgt sich hinter der postulierten Annahme von Qualität? Um in scheinbar wissenschaftlicher Weise messbar gemacht zu werden, muss Qualität quantifiziert werden. Auf gewisse Weise erinnert dieser Prozess an die Ersetzung des Gebrauchswerts durch den Tauschwert, wie es die marxistische Philosophie beschreibt (↑ Leistungspunkte/ECTS). Wie wir sehen, ist es nicht nur der Kontext, es ist die Substanz der Rankings selbst, die ihre Rolle in der Marktorientierung höherer Bildung verrät (↑ Employability). Ein Großteil der Kritik an Rankings hinterfragt die bloße Möglichkeit, Dinge wie Lehre und Forschung zu quantifizieren und das Verhältnis von jedem einzelnen Faktor in der Gesamtpunktezahl korrekt zu ermitteln. Dieses Problem scheint sich einfacher bei der Forschung zu stellen, die bereits seit einiger Zeit an der Anzahl der Publikationen und Erwähnungen in Zeitschriften mit ↑ peer review gemessen wird, was sorgfältig von spezialisierten Agenturen analysiert wird. Aber wie soll man mit einer so subtilen Angelegenheit wie der Lehre umgehen?

  • Wissenschaft und Gesellschaft
  • Ökonomisierung
  • Universität
  • Elite
  • Bologna-Prozess

 

"Curriculum Vitae in Pictures“

Maria Zinfert (Hg.)

Kracauer. Photographic Archive

Kracauer. Photographic Archive presents  largely unknown material from the estate of the German-American theorist of film and photography, ­Siegfried Kracauer and his wife and assistant Elisabeth, known as Lili. The single and group portraits, still lifes, street scenes and landscapes collected in this book all come from the estate of Siegfried Kracauer. Published here for the first time, they are an extensive and representative selection from the enlargements, contact sheets and rolls of film originally archived by Lili Kracauer. With...
  • 20. Jahrhundert
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  • 1950er Jahre
Aktuelle Texte

Wolfgang Ullrich

Das ökonomische Modell der Universität

Hinter der Umwandlung der Universitäten in Unternehmen, die alles der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt unterwerfen, verbirgt sich ein merkwürdiges Misstrauen. Offenbar besteht die Befürchtung, heutzutage würden die Interessen der Studierenden und die der Arbeitgeber viel schlechter miteinander in Verbindung zu bringen sein als früher. Man unterstellt, ein Studium würde häufig in der Sackgasse enden oder rundum nutzlos sein, wenn man seinen Verlauf und die inhaltlichen Schwerpunkte dem Einzelnen überlässt (↑ Überschneidungsfreiheit). Was aber sollte sich an den Menschen oder auch an den Bedingungen der heutigen Gesellschaft insgesamt in den letzten Jahrzehnten so markant geändert haben, dass es Gründe dafür geben könnte, das Studium müsse verschult, jeder Studierende am Gängelband genommen, alles en détail definiert und kontrolliert werden (↑ Qualitätssicherung)? Was sollte sich verschlechtert oder verschlimmert haben, sodass man ein lange Zeit insgesamt erfolgreiches Modell von Universität für obsolet erklären konnte?

Tatsächlich verdankt sich der Bologna-Prozess, nicht anders als der Fanatismus der Autonomie-Verfechter, einer...

  • Bologna-Prozess
  • Ökonomisierung
  • Universität
  • Bildungspolitik
  • Gesellschaft
Aktuelle Texte

Brian Massumi

Complexifying the Subject of Interest

We are enjoined to rational choice. We are taught that our freedom is one with the freedom of choice. We are told we become who we are by how we choose. We are assured that if we choose well, according to our own best interests, we will end up serving the interests of all. We are told that there is a mechanism in place to ensure this convergence between our interests and others’. Market is its name. Its “invisible hand” adjusts best choices to each other, its magic touch guided by the principle of competition. Competition weeds out suboptimal choices, selecting for efficiency. Efficiencies multiply each other, minimizing effort and maximizing profit for all. The market, we are further led to believe, is self-regulating. It has a natural inclination toward optimization. As political subjects, we are enjoined to vote, rationally, in its interests so that we may pursue our own,...

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