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Diskurs

Only art has the power of a form. Mathematics is an exercise for monks.
Only art has the power of a form. Mathematics is an exercise for monks.

Alain Badiou

Art and Mathematics

We all know that the relationship between mathematical activity and artistic creation is a very old one. We know that for a start the Pythagoreans tied the science of number not merely to the movements of the stars but to musical modes. We know that Babylonian and Egyptian architecture presupposed elaborate geometrical knowledge, even if the notion of demonstration had still not been won. Further back still, we find formal, or abstract, outlines mixed in with animal representations, in the...
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About ‘how we treat the others’

Artur Żmijewski

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News + Veranstaltungen

32. Literaturtage Lana mit Joseph Vogl

30.08.2017, 20:00 – 02.09.2017

Schallerhof in der Vill
Raffeingasse 2
39011 Lana
Italien

Sturm auf den Winterpalast: Geschichte als Theater

23.09.2017 – 25.10.2017

Gessnerallee Zürich
Gessnerallee 8
8001 Zürich
Schweiz

Yves Netzhammer: Buchvernissage und Artist’s Talk

22.08.2017, 18:30

ETH Zürich Graphische Sammlung
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8092 Zürich
Schweiz

Anthropocene Lecture: Bruno Latour

29.09.2017, 19:00

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
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Straub/Huillet: Sagen Sie's den Steinen

13.09.2017 – 19.11.2017

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
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Themen
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Marcus Quent

Ohne Halt

Die Allgegenwart der Kritik, ihre Dominanz in Gestalt von Themen, in Gestalt von Verhaltensweisen und Bekenntnissen, ist ein erstes Anzeichen für die Abwesenheit kritischen Denkens.

In akademischen Kreisen dominiert gegenwärtig eine regelrechte Inventarisierung und Archivierung der Kritik, eine fleißige Verwaltung des kritischen Hausrats. Hier begegnet man allerlei Relevanzprüfern und Erbschaftsverwaltern, die das Brauchbare vom Unbrauchbaren trennen und die Familienzugehörigkeiten überwachen. Kritik erstarrt, weil sie in ihren Händen oft nicht mehr ist, als der beliebige Gegenstand eines enzyklopädischen Interesses. Dieses leidenschaftslose Interesse, das von keinem Impuls geleitet, von keinem Affekt getrieben wird, kennt nichts Liebens- oder Hassenswertes. Auf der anderen Seite drängen sich vermeintliche Gegenspieler in den Vordergrund, die meinen, die Kritik als ein rein evaluatives und optimierendes Unternehmen entlarven zu können. Hier sind es nicht Aktualitätsbescheiniger und Treuhandwächter, mit denen man es zu tun bekommt, sondern juvenile Rebellen und halbstarke Aufschneider. Sie verkünden mit antiakademischen Volten, die doch mitten in der...

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Aktuelle Texte

Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...

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Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen
Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

Milo Rau, Andreas Tobler

Die Wirklichkeit vor das Tribunal der Kunst zerren

Wie vielfältig die künstlerischen Zugänge zum Realen im Theater Milo Raus auch sind, lassen sie jedoch eine ›Signatur‹ erkennen, die seine Projekte von anderen gegenwärtigen ›Dokumentarismen‹ im Theater unterscheidet, etwa von der dokumentarischen Collage-Technik Hans-Werner Kroesingers oder von Rimini Protokolls Theater der ›Experten des Alltags‹. Was ist es aber, woran man Milo Raus Theater erkennt? Es ließe sich als einen Überschuss bezeichnen: Dieser entsteht, wenn durch die Intensität der Vorbereitung und der Arbeit mit den Darstellern – Laien und professionellen...
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Aktuelle Texte

Jacques Rancière

Präsidentschaftswahl als Karikatur der Demokratie

Die Macht, die man ausübt, indem man für den einen oder die andere stimmt, ist nicht die rationale Wahl des Fähigsten, sondern einfach der Ausdruck des vagen Gefühls, dass jener Wahlzettel, den man der Geheimhaltung der Wahlurne anvertraut, besser die eigene Präferenz für die Autorität oder für die Gerechtigkeit, für die Hierarchie oder die Gleichheit, für die Armen oder für die Reichen, für die Macht der etablierten Fachkenntnisse oder für die Affirmation der politischen Fähigkeit eines jeden ausdrückt.

Das Paradox ist, dass dieses vage Gefühl, das die Wahrheit der vorgeblich rationalen Wahl der konkurrierenden Angebote ausdrückt, letztlich der wahrhaften politischen Vernunft näher ist: Die Politik ist nämlich vor allem Sache der »vagen« Gefühle bezüglich ein paar Grundfragen: der Frage, ob diejenigen, die in einem Land leben und arbeiten, diesem Land zugehören; ob jene, die dieselbe Arbeit machen, abhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit unterschiedlich hohe Löhne erhalten sollen; ob jene, die sich für...

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Aktuelle Texte

Oleksii Viedrov

Wer oder was wird warum gefördert?

Die Fertigkeiten, die man als »Begabung« beschreibt, sind zwar durchaus eine »Gabe«, aber nicht bzw. in einem sehr beschränktem Maße von Natur aus gegeben, sondern vielmehr abhängig von der sozialen Herkunft einer/eines Begabten. Dazu zählt die Familie und das soziale Umfeld, welches beeinflusst, wofür sich ein Kind interessiert, mit wem es sich unterhält, wie viele und welche Sprachen es zu sprechen lernt, wie andere es wahrnehmen usw. Es ist also sehr naheliegend, »Begabung« als vorhandene Bildung samt einem spezifischen, in den bildungsnahen Kreisen erwarteten Habitus umzuschreiben. Doch zwingt das meritokratische Konzept der Bildung dazu, Menschen mit »Potenzialen« zu finden, die »unsere« Gesellschaft jeweils braucht, die sich aber schnell in ein bloß individuelles Verdienst verkehren. In diesem Sinn ist »Begabung« an soziale Voraussetzungen gebunden und keineswegs unabhängig von diesen.

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