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Buchpremiere: Victoria Lomasko:

»Die letzte sowjetische Künstlerin«

02.05.2023, 19:30
Espace DIAPHANES Berlin, Dresdener Str. 118, 10999 Berlin

Victoria Lomasko begibt sich mit ihren Reisereportagen in Armenien, Georgien und Kirgistan, in den russischen Teilrepubliken Dagestan und Inguschetien, in Belarus und Russland auf die Suche danach, was aus dem sowjetischen Erbe geworden ist. Sie verbindet dabei äußere Ereignisse mit persönlichen Kommentaren und beschreibt die gesellschaftlichen Transformationsprozesse in den ehemaligen Sowjetrepubliken. Die »Graphic Reportages« entstanden zwischen 2014 und 2022. Im März 2022 hat Victoria Lomasko Moskau verlassen und lebt aktuell in Leipzig.

 

Bei der Buchpräsentation in Berlin stellt sie ihr Buch »Die letzte sowjetische Künstlerin« vor und spricht mit Sandra Frimmel, die das Buch aus dem Russischen übersetzt und ein Nachwort geschrieben hat.

 

 

Victoria Lomasko Die letzte sowjetische Künstlerin

 

 

Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt.

 

Espace DIAPHANES Berlin
Dresdener Str. 118
10119 Berlin

Eintritt frei

 

 

Victoria Lomasko

Victoria Lomasko

ist eine russische politisch aktive Künstlerin, die bis März 2022 in Moskau lebte. Sie hat an der Staatlichen Universität für Grafik und Druckkunst in Moskau studiert und das Studium in Druckgrafik abgeschlossen. 2018 wurde ihr Buch Other Russias (Die Unsichtbaren und die Zornigen) mit dem Pushkin House Prize ausgezeichnet und vom Guardian als eines der fünf besten Bücher zum Verständnis des gegenwärtigen Russland beschrieben. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Zuletzt war sie Gast der documenta 15 und ihre Einzelausstellung The Last Soviet Artist war im Santa Giulia Museum in Brescia zu sehen.
Victoria Lomasko: Die letzte sowjetische Künstlerin

Victoria Lomasko

Die letzte sowjetische Künstlerin

Broschur, 288 Seiten

PDF, 288 Seiten

In Armenien, Georgien und Kirgistan, in den russischen Teilrepubliken Dagestan und Inguschetien, in Belarus und Russland begibt sich Victoria Lomasko mit ihren Reisereportagen auf die Suche danach, was aus dem sowjetischen Erbe geworden ist. Sie verbindet dabei äußere Ereignisse mit persönlichen Empfindungen und Kommentaren und beschreibt die gesellschaftlichen Transformationsprozesse in den ehemaligen Sowjetrepubliken: den Kampf für die Rechte von Frauen und LGBTQ-Personen in zutiefst patriarchalen Gesellschaften, die schmerzhaften Nachwirkungen ethnischer Zwangsumsiedlungen unter Stalin, den finalen Wandel von Putins totalitärem Regime zu einer Diktatur. Durch ihre einzigartige künstlerische Form des Dokumentierens führt Lomasko Wahrnehmung und Erfahrung zusammen und erzeugt so Bilder für eine ungesehene Gegenwart, über die derzeit vielleicht nur im anonymisierenden Medium der Zeichnung adäquat berichtet werden kann.