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Gilbert Simondon: Imagination und Invention

Gilbert Simondon

Imagination und Invention

Übersetzt von Emmanuel Alloa

Mit einem Vorwort von Emmanuel Alloa

Mit einem Nachwort von Dieter Mersch

Broschur, 400 Seiten

Erscheint am 02.12.2019

Ingenieure, Architekten, Schachspieler, Dichter und Revolutionäre verbindet eines: ihre Praxis ist elementar auf Bilder angewiesen. Welche Rolle Bilder in der Herausbildung neuen Wissens spielen und worin sich die Findigkeit der Imagination äußert, diesen ­Fragen geht Gilbert Simondon in seinen wegweisenden Sorbonne-Vorlesungen aus den Jahren 1965–1966 nach. Bei seinen Streifzügen durch die unterschiedlichsten Gebiete des Wissens belässt er es nicht bei einer Spurensuche nach der Bedeutung von Bildern für das menschliche Leben, vielmehr fahndet er nach der Verbindung von ­Bildern und Lebendigkeit überhaupt. Die Vorlesungen befassen sich nicht allein mit der Logik ­wissenschaftlicher und künstlerischer Innovationen, sondern zunächst und in erster Linie mit dem Einsatzort von inneren und äußeren Bildern in biologischen und psychologischen Entwicklungsprozessen. Mit einer Selbstverständlichkeit, die den Zeitgenossen oft suspekt war, stehen bei Simondon individualpsychologische, kulturtechnische und verhaltensbiologische Aspekte gleichberechtigt nebeneinander. Zu Recht als Weg­bereiter eines post-anthropozentrischen Denkens gehandelt, legt Simondon hier eine Theorie der Bildzyklen vor, die für menschliche und nicht-menschliche Kollektive ­gleichermaßen gelten soll.

  • Kulturtechniken
  • Epistemologie
  • Ästhetik
  • Bildtheorie
  • Wahrnehmung
  • Bildwissenschaft
  • Medienwissenschaft

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Deutsch

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Gilbert Simondon

Gilbert Simondon

studierte Philosophie bei Georges Canguilhem und lehrte ab 1963 Psychologie an der Sorbonne. Über den Begriff der Individuation gelangte er zu einer allgemeinen Theorie der Maschine, die Elemente der Kybernetik, Informatik und Gestaltphilosophie verbindet und maßgeblichen Einfluss auf Gilles Deleuze ausübte.

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