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Stefan Willer: Vom Nicht-Wissen der Zukunft
Vom Nicht-Wissen der Zukunft
(S. 171 – 196)

Prognostik und Literatur um 1800 und um 1900

Stefan Willer

Vom Nicht-Wissen der Zukunft
Prognostik und Literatur um 1800 und um 1900

PDF, 26 Seiten

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts werden Problemfelder angelegt, die für die Moderne kennzeichnend werden. Dies gilt etwa für die Frage des methodisch erzeugten Zukunftswissens, wie der Beitrag von Stefan Willer verdeutlicht.

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Stefan Willer

ist seit 2010 stellvertretender Direktor des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Außerdem ist er Privatdozent am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart; historische Wissensordnungen; Theorie, Rhetorik und Geschichte der Prognostik; kulturelle Konzepte von Generation und Erbe; Praktiken der Philologie.

Weitere Texte von Stefan Willer bei DIAPHANES
Michael Bies (Hg.), Michael Gamper (Hg.): Literatur und Nicht-Wissen

Die Behauptung von Wissen erfordert stets eine Abgrenzung von dem, was es nicht ist. Dabei wird ein Nicht-Wissen formiert, das zunächst als zu beseitigendes Substrat bei der Wissenserweiterung erscheint, gleichzeitig aber die Dynamik von Kenntnisgewinnungsprozessen befördert. Elemente von Nicht-Wissen sind deshalb unabdingbare Bestandteile moderner Wissensparadigmen.

Literatur nimmt diese Verschränkungen von Wissen und Nicht-Wissen auf, indem sie deren Dialektik darstellt, verarbeitet und reflektiert. Dabei wird sie selbst zu einer Agentin in Wissensprozessen, die sich oft in Bereichen positioniert, in denen Wissenschaften keine exakten Ergebnisse erzielen können oder dürfen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes stellen grundlegende Überlegungen zu diesem intrikaten Verhältnis an, arbeiten die prominente strategische Position der Literatur in den Wissenskulturen heraus und untersuchen ihre historische Prägnanz an verschiedenen Konstellationen zwischen 1730 und 1930.

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