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DIAPHANES NO. 2
Fatal Conjunctions

Fatal Conjunctions

Alles hängt mit allem zusammen, sagt Lenin, wie auch die Gurus von der Finanz, und je mehr alles aus dem Leim geht, ­desto besser läuft es, sagt Deleuze, wie nach ihm die Gewinnler der »Krise«. Es sind viele Striche, die das große Bild machen, ­Knoten, aus denen man Netze knüpft, Gleich­setzungen, die Ausschlüsse begründen und in Ordnungen zwingen: kleine ­Wörter, die den Unterschied machen. An den ­Gelenken artikuliert sich Gestalt und die Richtung der Bewegung, an den Bändern und ­Bindungen hält oder zerreißt das Gemeinsame, Kollektive, jedes Reden vom »wir«.

Kommunismus als »freie Assoziierung freier Individuen«? Jetzt, da die Einzelnen – ein bewegliches Heer von Chiffren, Bildern, Daten, Relationen, technologisch gesammelt, ideologisch gefiltert, übertragen und lesbar gemacht – den Staaten und corporations als identifizier- und kontrollierbar erscheinen? Die Individuen sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind, würde Nietzsche sagen.

Fatal Conjunctions – Fatale Verbindungen: Lose Versuche. In und mit Leerstellen assoziieren. Kleine Einschnitte ins Große und Ganze setzen. Den Fluchtlinien bis über die Grenzen folgen. »An die Welt glauben.« Vom double bind zu den missing links. Ein unscheinbares Gleiten und Auseinanderlaufen, nomadische Bewusstseine, im Plural, und im Zweifel neben der Spur. Was aber ließe sich damit verbinden?

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