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Georges Perec: Das Leben. Gebrauchsanweisung

Georges Perec

Das Leben. Gebrauchsanweisung

Übersetzt von Eugen Helmlé

Broschur, 800 Seiten

Erscheint am 04.10.2017

99 Zimmer, 1467 Personen, ein Meisterwerk

Dreh- und Angelpunkt von Georges Perecs nun endlich wieder im regulären Buch­handel verfügbaren Kult­klassiker ist ein Pariser Mietshaus, das in 99 Kapiteln ebenso viele Zimmer vorstellt, und deren exakt 1467 Figuren zählendes Personal (Bewohner und Besucher, Vorgänger und Liebhaber, Verwandte und Verflossene…) an einem Roman sondergleichen weben. Unwiderstehlich hineingezogen in ergreifende, spannende, witzige, unglaubliche, grausige und verrückte Erzählungen (»Geschichte von dem vom Pech verfolgten Motorradfahrer«, »…von dem Mädchen, das zu dick war, und seinem Turm«, »…von dem unverstandenen Anthropologen«, »…von dem Innenarchitekten, der die Küche wieder abreißen ließ, auf die er so stolz war«, »…von dem Warschauer Clown«, »…von dem Mann, der Aquarelle malte und Puzzles daraus machen ließ« etc.), lesen wir von Einsamkeit und Verstrickung, Scheitern und Glück und dabei stets große Literatur. Das Leben. Gebrauchsanweisung entwirft ein kaleidoskopisches Panorama, ein kunstvoll gestaltetes Puzzle der menschlichen Existenz.

  • Puzzle
  • Oulipo
  • Avantgarde
  • Haus
  • Literatur

»Ein Buch, das man jedes Jahr mindestens einmal lesen sollte.« Harry Rowohlt

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Deutsch

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Georges Perec

Georges Perec

war einer der wichtigsten Vertreter der französischen Nachkriegsliteratur und Filmemacher. Als Sohn polnischer Juden musste Perec als Kind die deutsche Besetzung Frankreichs miterleben. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. 1967 trat Perec der literarischen Bewegung Oulipo bei, die Raymond Queneau ins Leben gerufen hatte. Das Kürzel Oulipo steht für »L' Ouvroir de Littérature Potentielle«, d.h. »Werkstatt für Potentielle Literatur«. Die Schriftsteller von Oulipo, die aus dem »Collège de Pataphysique«, surrealistischen Gruppierungen oder dem Kollektiv »Nicolas Bourbaki« stammten, erlegten ihren Werken bestimmte literarische oder mathematische Zwänge auf, etwa den Verzicht auf bestimmte Buchstaben. Perecs Werk »Anton Voyls Fortgang« kommt so ganz und gar ohne den Buchstaben E aus. In den 70er Jahren begann Perec ebenfalls mit Erfolg Filme zu drehen. Kurz vor seinem 46. Geburtstag starb Georges Perec an Lungenkrebs.

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