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Barbara Büscher (Hg.), Christoph Hoffmann (Hg.), ...: Cut & Paste um 1900

Anke te Heesen (Hg.), Barbara Büscher (Hg.), Christoph Hoffmann (Hg.), Hans-Christian von Herrmann (Hg.)

Cut & Paste um 1900
Der Zeitungsausschnitt in den Wissenschaften

PDF, 190 Seiten

Unscheinbar, wie die Praktiken des Ausschneidens und Einklebens im Alltag begegnen, haben sie doch das flüchtige Medium Zeitung gegen Ende des 19. Jahrhunderts in einen Speicher von Wissen, man könnte auch sagen, von gedruckter ›Welt‹ verwandelt, an dem über spezifische Techniken der Übertragung und Verarbeitung Wissenschaft und Kunst gleichermaßen partizipiert haben. Wie aus Papierfetzen Archive entstehen und Fakten erzeugt werden, wie in der Arbeit mit diesem Material Wissenschaften und Künste gleichermaßen neue Formen finden und wie die um 1900 einsetzende gewerbliche Tätigkeit von Zeitungsausschnittagenturen die ganze Papierwirtschaft in Gang halten, von all dem berichten die Beiträge und Interviews in diesem Band. Auch wenn das ästhetische wie operationale Potential des Zeitungsausschnitts noch lange nicht an sein Ende gekommen ist, begegnet uns cut and paste in den elektronischen Arbeitsumgebungen unserer Gegenwart vor allem auf den Benutzeroberflächen von Textverarbeitungsprogrammen. Diesem technischen Stand der Dinge gegenüber sind die Beiträge des Heftes nicht als Vorgeschichte, sondern als wissens- und medienhistorische Präzisierungen zu lesen.

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Christoph Hoffmann

Christoph Hoffmann

ist Professor für Wissenschaftsforschung an der Universität Luzern. Zuvor war er an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin tätig. Als Gastprofessor unterrichtete er außerdem an der Columbia University, New York.

Weitere Texte von Christoph Hoffmann bei DIAPHANES

Anke te Heesen

hat den Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Zu ihren Forschungsgebieten zählen die Geschichte der Humanwissenschaften, die Geschichte des Sammlungs- und Museumswesens und das Wechselverhältnis von Kunst und Wissenschaft. Sie arbeitet derzeit zur Geschichte des Forschungsinterviews.

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Hans-Christian von Herrmann

Hans-Christian von Herrmann

lehrt als Professor im Fachgebiet Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft an der TU Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der kulturwissenschaftlichen Wissenschafts- und Technikforschung, der Theorie und Geschichte der digitalen Medienkultur sowie der Medien- und Wissenschaftsgeschichte der Künste (Literatur, bildende Kunst, Theater).

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