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Ute Holl, Jens-Martin Loebel, ...: Aus dem Tagebuch eines Selbstaufzeichners
Aus dem Tagebuch eines Selbstaufzeichners
(S. 115 – 125)

Claus Pias, Jens-Martin Loebel, Ute Holl

Aus dem Tagebuch eines Selbstaufzeichners
Jens Martin Loebel im Gespräch mit Ute Holl und Claus Pias

PDF, 11 Seiten

  • Medienwissenschaft

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Deutsch

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Ute Holl

Ute Holl

ist Professorin für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Medienästhetik und Wahrnehmungstheorien, mediale Anthropologie und experimentelles Kino, sowie Kinosound und Elektroakustik. 

Weitere Texte von Ute Holl bei DIAPHANES

Jens-Martin Loebel

studierte Informatik und Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Informatik in Bildung und Gesellschaft sowie Doktorand an der Math.-Nat. II der Humboldt-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Langzeitarchivierung komplexer multimedialer Daten, Emulation obsoleter Computersysteme. Er ist Sprecher des Arbeitskreises Langzeitarchivierung der Gesellschaft für Informatik und Mitglied der nestor-AG Media und AG Emulation.

Claus Pias

ist Professor für Mediengeschichte und Medientheorie an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor lehrte er in Weimar, Bochum, Essen und Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Technikgeschichte und Medientheorie.

Weitere Texte von Claus Pias bei DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 4

Machen Medien Menschen und andere? So ließe sich die Kernfrage eines Mediendenkens fassen, das auf den formierenden Charakter medientechnischer Apparaturen abhebt. In Donna Haraways »Cyborg Manifesto« von 1985 kam diese Frage zu ihrem Bild: Cyborgs tauchen, so Haraway, immer dann auf, wenn die Grenze zwischen Maschine und Mensch oder Tier und Mensch porös zu werden droht. Seitdem
haben sich sowohl auf dem Gebiet der Technik als auch auf dem der Theorie die Grenzen weiter verschoben: Nicht-menschliche Wesen wurden von den Science Studies als Akteure (wieder)entdeckt, Computerprogramme werden nach lebendigen Prozessen modelliert, und VertreterInnen der Animals Studies fordern Menschenrechte für Tiere. Der Antihumanismus des 20. Jahrhunderts war von einem kritischen Impetus
gegenüber der Machtblindheit des abendländischen Humanismus geprägt und befragte Differenzsetzungen (Natur/Kultur, Frau/Mann, Tier/Mensch) hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Ein- und Ausschlusseffekte. Aktuelle anti-speziezistische Philosophien hingegen analysieren nicht länger die (mediale) Produktion von Differenzen, sondern feiern die Grenzüberschreitung hin zum Tier und zur Maschine als neue ontologische Stufe. Der Schwerpunktteil der Zeitschrift für Medienwissenschaft 4 setzt sich mit möglichen Konsequenzen dieser Negation von Differenz für die Konzeption des Menschen als Spezies unter anderen und als homo faber, der mit (Medien)Techniken operiert und manipuliert, auseinander.

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