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Sylvia Sasse: 1832
1832
(S. 439 – 446)

Sylvia Sasse

1832
Improvisation versus Dichtung. Odoevskij und Puškin

PDF, 8 Seiten

Nach dem Besuch des deutschen Improvisators Maximilian Langenschwarz 1932 in St. Petersburg schreiben die russischen romantischen Dichter Aleksandr Puškin und Vladimir Odoevskij parodistische Erzählungen über Improvisatoren, die gerne Dichter wären. Der Beitrag zeigt, wie die Figur des Improvisators in der Spätromantik in Verruf gerät und sowohl zu einer Entzauberung des Produktionsvorgangs als auch zu einer Absage an das dialogische, vom Geschmack des Publikums abhängige Improvisieren führt.

  • Entwurf
  • Zufall
  • Produktionsprozess
  • Produktionsästhetik
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  • Literaturwissenschaft
  • Autorschaft
  • Dilettantismus
  • Performanz
  • Erfindung

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Sylvia Sasse

studierte Slavistik und Germanistik in Konstanz und St. Petersburg (1990–1996). Sie wurde 1999 in Konstanz promoviert und 2005 an der Freien Universität Berlin habilitiert. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten an der Freien Universität Berlin (1999–2001), am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZFL) Berlin (2001–2005) sowie der UC Berkeley (2002–2003) wurde sie 2005 als Professorin für Ostslavische Literaturen an die Humboldt-Universität zu Berlin berufen, seit 2009 ist sie Ordentliche Professorin für slavistische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Aktuell forscht sie zur Interferenz von Literatur und Recht, Konzepten des Auswegs und Performance Art in Osteuropa.

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Sandro Zanetti (Hg.): Improvisation und Invention

Wenn eine Kultur etwas als Erfindung akzeptiert, dann hat dieses Etwas bereits den Status einer Tatsache erhalten, die vorhanden ist und auf ihren Nutzen oder auf ihre Funktion hin befragt werden kann. Was aber geschieht davor? Wie gewinnt das Erfundene Wirklichkeit? Wie in der Kunst, wie im Theater, wie in der Literatur und Musik, wie in der Wissenschaft? Und mit welchen Folgen? Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich alle mit einem Moment oder einem bestimmten Modell der Invention. Ausgehend von den jeweils involvierten Medien wird der Versuch unternommen, diese Momente und Modelle zu rekonstruieren. Um etwas über die entsprechenden Inventionen in Erfahrung bringen zu können, werden diese als Ergebnisse oder Effekte von Improvisationsprozessen begriffen: Improvisationen in dem Sinne, dass von einem grundsätzlich offenen Zukunftsspielraum ausgegangen wird, gleichzeitig aber auch davon, dass es ein Umgebungs- und Verfahrenswissen gibt, das im Einzelfall beschrieben werden kann.

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