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Maurice Blanchot

Maurice Blanchot

war Journalist, Literaturtheoretiker und Schriftsteller. Als Sohn einer wohlhabenden katholischen Familie wuchs er in gesicherten Verhältnissen auf. 1925 ging er nach Straßburg, wo er Philosophie und Deutsch studierte und Emmanuel Levinas kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Später ließ er sich in Paris nieder, wo er am Krankenhaus Sainte-Anne ein Studium der Medizin aufnahm. Während des zweiten Weltkriegs war Blanchot Mitglied der Résistance, später unterschrieb er das Manifest der 121, das sich gegen den Algerienkrieg aussprach. Seit 1953 schrieb Blanchot regelmäßig Beiträge für die Nouvelle Revue Française, die gemeinsam mit seinen Erzählungen und Romanen Generationen von Künstlern, Schriftstellern und Theoretikern nachhaltig geprägt haben. Sein literarisches Schaffen kreist um die prekäre Geste des Schreibens, die Erfahrung des Lesens und den intimen Zusammenhang von Literatur und Tod, dem Blanchot in aporetischen Wendungen und paradoxalen Konstruktionen sprachlichen Ausdruck zu verleihen suchte. Hierzulande hat die Rezeption seines Werks gerade erst begonnen.

»Maurice Blanchot ist vielleicht der wichtigste, jedenfalls der einflussreichste Literaturtheoretiker des verflossenen Jahrhunderts.« Stefan Ripplinger, Jungle World

Weitere Texte von Maurice Blanchot bei DIAPHANES
Bibliografie
  • Deutsch
  • 2012
    Der literarische Raum, Zürich, diaphanes
  • 2012
    Nachträglich, Zürich, diaphanes
  • 2011
    Vergehen, Zürich, diaphanes
  • 2011
    Der Allerhöchste, Berlin, Matthes&Seitz
  • 2011
    Die Freundschaft, Berlin, Matthes&Seitz
  • 2010
    Das Neutrale , Zürich, diaphanes
  • 2007
  • 2007
    Museumskrankheit: das Museum, die Kunst und die Zeit, Köln, Dickhoff
  • 2007
    Die uneingestehbare Gemeinschaft, Berlin, Matthes&Seitz
  • 2007
    Das Unzerstörbare: Ein unendliches Gespräch über Sprache, Literatur und Existenz, München, Hanser
  • 2006
    Jener, der mich nicht begleitete. Erzählung, Basel, Urs Engeler
  • 2005
    Die Schrift des Desasters, München, Fink
  • 2005
    Der letzte Mensch. Erzählung, Basel, Urs Engeler
  • 2004
    Im gewollten Augenblick. Erzählung, Basel, Urs Engeler
  • 2003
    Der Augenblick meines Todes, Berlin, Merve
  • 1999
    Das Tier von Lascaux, München, Kleinheinrich
  • 1994
    L'Instant de ma mort, Paris, Fata Morgana
  • 1993
    Der als letzter spricht, Berlin, Gatza
  • 1993
    Von Kafka zu Kafka, Frankfurt a.M., Fischer TB
  • 1991
    Das Unzerstörbare. Ein unendliches Gespräch über Sprache, Literatur und Existenz, München/Wien, Hanser (Neuauflage 2007)
  • 1990
    Das Todesurteil, Frankfurt a.M., Suhrkamp (Neuauflage 2007, Urs Engeler)
  • 1987
    Thomas der Dunkle, Frankfurt a.M., Suhrkamp
  • 1982
    Die Literatur und das Recht auf den Tod, Berlin, Merve
  • 1964
    Warten, vergessen, Frankfurt a.M., Suhrkamp
  • 1963
    Sade, Berlin, Henssel (Neuauflage 1986)
  • 1962
    Der Gesang der Sirenen. Essays zur modernen Literatur, München, Hanser
  • 1959
    Die wesentliche Einsamkeit, Berlin, Henssel
  • Englisch
  • 2004
    Lautreamont and Sade, Palo Alto, CA, Stanford University Press
  • Französisch
  • 2002
    Une voix venue d'ailleurs, Paris, Gallimard
  • 2001
    Pour l’amitié, Tours, Farrago
  • 1999
    Henri Michaux ou le refus de l’enfermement, Tours, Farrago
  • 1987
    Joë Bousquet, Paris, Fata Morgana
  • 1986
    Michel Foucault tel que je l’imagine, Montpellier, Fata Morgana
  • 1983
    La communaute inavouable, Paris, Minuit
  • 1981
    De Kafka à Kafka, Paris, Gallimard
  • 1980
    L'Écriture du désastre, Paris, Gallimard
  • 1973
    La Folie du jour, Paris, Fata Morgana
  • 1971
    L'Amitié, Paris, Gallimard
  • 1969
    L'Entretien infini, Paris, Gallimard
  • 1959
    Le Livre à venir, Paris, Gallimard
  • 1955
    L'espace littéraire, Paris, Gallimard
  • 1951
    Au moment voulu, Paris, Gallimard
  • 1951
    Le Ressassement éternel, Paris, Editions de Minuit
  • 1949
    La Part du feu, Paris, Gallimard
  • 1943
    Faux pas, Paris, Gallimard
  • 1942
    Aminadab, Paris, Gallimard
  • 1942
    Comment la littérature est-elle possible?, Paris, Corti
  • 1941
    Thomas l'obscur, Paris, Gallimard
  • Blanchot
  • Demokratie
  • Psychoanalyse
  • Trauma
  • Poetik
  • Verlust
  • 20. Jahrhundert
  • Urszene
  • Literatur
  • Autorschaft
  • Kindheit
  • Tod
  • Schreiben
  • Fragment
  • Abgeschlossenheit