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Georges Perec

Georges Perec

war einer der wichtigsten Vertreter der französischen Nachkriegsliteratur und Filmemacher. Als Sohn polnischer Juden musste Perec als Kind die deutsche Besetzung Frankreichs miterleben. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. 1967 trat Perec der literarischen Bewegung Oulipo bei, die Raymond Queneau ins Leben gerufen hatte. Das Kürzel Oulipo steht für »L' Ouvroir de Littérature Potentielle«, d.h. »Werkstatt für Potentielle Literatur«. Die Schriftsteller von Oulipo, die aus dem »Collège de Pataphysique«, surrealistischen Gruppierungen oder dem Kollektiv »Nicolas Bourbaki« stammten, erlegten ihren Werken bestimmte literarische oder mathematische Zwänge auf, etwa den Verzicht auf bestimmte Buchstaben. Perecs Werk »Anton Voyls Fortgang« kommt so ganz und gar ohne den Buchstaben E aus. In den 70er Jahren begann Perec ebenfalls mit Erfolg Filme zu drehen. Kurz vor seinem 46. Geburtstag starb Georges Perec an Lungenkrebs.

»Georges Perecs Bedeutung steigt eigentlich stündlich.« Jürgen Ritte

Weitere Texte von Georges Perec bei DIAPHANES
Bibliografie
  • Deutsch
  • 2017
    Die dunkle Kammer, Zürich, diaphanes
  • 2016
    Ellis Island, Zürich, diaphanes
  • 2016
    Die Dinge, Zürich, diaphanes
  • 2015
  • 2015
    Geboren 1936, Zürich, diaphanes
  • 2014
  • 2014
    Denken/Ordnen, Zürich, diaphanes
  • 2013
    Anton Voyls Fortgang, Zürich, diaphanes
  • 2013
    Träume von Räumen, Zürich, diaphanes
  • 2012
    W oder die Kindheitserinnerung, Zürich, diaphanes
  • 2012
    Ein Mann der schläft, Zürich, diaphanes
  • 2010
    81 Küchenzettel für Anfänger in der Kochkunst, Münster, Lang
  • 2010
    Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen, Lengwil-Oberhofen, Libelle
  • 2004
    Die Dinge, München, dtv
  • 2002
    Ein Mann der schläft, München, dtv
  • 1997
    Geschichten von Ellis Island oder wie man Amerikaner macht (mit Robert Bober), Berlin, Wagenbach
  • 1993
    Geboren 1936, Bremen, Manholt
  • 1992
    53 Tage, München, Hanser
  • 1991
    Anton Voyls Fortgang, Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
  • 1991
    Was für ein kleines Moped mit verchromter Lenkstange steht dort im Hof?, Frankfurt a.M., Fischer
  • 1991
    Warum gibt es keine Zigaretten beim Gemüsehändler, Bremen, Manholt
  • 1990
    Träume von Räumen, Bremen, Manholt
  • 1990
    Die Winterreise, Berlin, Plasma
  • 1989
    Ein Kunstkabinett, München, Hanser
  • 1982
    Das Leben Gebrauchsanweisung, Leipzig, Zweitausendeins
  • 1972
    Die Maschine (mit Eugen Helmlé), Stuttgart, Reclam
  • Französisch
  • 1981
    Théâtre I, Paris, Hachette
  • 1980
    La Clôture et autres poèmes, Paris, Hachette
  • 1979
    Un Cabinet d'amateur, Paris, Balland
  • 1978
    Je me souviens. Les choses communes I, Paris, Hachette
  • 1978
    La Vie mode d'emploi. Romans, Paris, Hachette
  • 1976
    Alphabets. Cent soixante-seize onzains hétérogrammatiques, Paris, Galilée
  • 1975
    W ou le souvenir d'enfance, Paris, Denoël
  • 1975
    Tentative d'epuisement d'un Lieu parisien, Paris, Christian Bourgois
  • 1974
    Espèces d'espaces, Paris, Galilée
  • 1973
    La Boutique obscure. 124 rêves, Paris, Denoël
  • 1972
    Les Revenentes, Paris, Juillard
  • 1972
    Oulipo. Créations, Re-créations, récréations (mit Raymond Queneau, Paul Fournel und den Mitgliedern des Oulipo), Paris, Gallimard
  • 1969
    La disparition, Paris, Denoël
  • 1967
    Un Homme qui dort, Paris, Denoël
  • 1966
    Quel petit vélo à guidon chromé au fond de la cour?, Paris, Denoël
  • 1965
    Les Choses. Une histoire des années soixante, Paris, Julliard
  • Liste
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