Nutzerkonto

Geert Lovink: Die Technologie urbanisieren
Die Technologie urbanisieren
(S. 52 – 69)

Die Technologie urbanisieren. Der Mobilitätskomplex aus der Perspektive der Neuen Netzwerktheorie

Geert Lovink

Die Technologie urbanisieren
Der Mobilitätskomplex aus der Perspektive der Neuen Netzwerktheorie

Übersetzt von Astrid Wege

PDF, 18 Seiten

Aus einer kritischen Internet-Perspektive untersucht der Autor in diesem Essay das Konzept einer ›Urbanisierung von Technologie‹. Was sind die langfristigen Auswirkungen einer dichten Infrastruktur, in der das Verfolgen (lokaler) Mobilität mit der digitalen Drahtlos- und Breitband-Konnektivität zusammenfällt? Was bedeutet es, wenn Netzwerke zunehmend lokaler werden? Ausgehend von seiner früher geäußerten ›Kritik des Mapping‹, die Teil eines größeren Projekts zur ›Verteilten Ästhetik‹ ist, spielt der Artikel – im Rahmen seiner Untersuchung, wie wir innerhalb dieses rasant wachsenden Feldes dichter, lokaler Infrastrukturen kritische Praktiken entwickeln können – eine Reihe von Beispielen durch, etwa die Debatten innerhalb der RFID-Community, lokative Medieninitiativen und Vorschläge zur totalen Immobilität. »Wenn du Dinge in Bewegung setzen willst, beweg dich nicht.« Wird dies unsere neue politische und ästhetische Losung sein?

  • Netzwerktheorie
  • Mapping
  • Medienästhetik

Meine Sprache
Deutsch

Aktuell ausgewählte Inhalte
Deutsch

Geert Lovink

ist niederländisch-australischer Medientheoretiker und Netzkritiker, Leiter des Instituts für Netzkultur an der Hogeschool van Amsterdam und Associate Professor für Media Studies an der Universität Amsterdam. Er organisierte u.a. Konferenzen zu Suchmaschinen, Wikipediaforschung und Onlinevideo.

Weitere Texte von Geert Lovink bei DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 8

Der Schwerpunkt MEDIENÄSTHETIK findet seinen Ausgangspunkt in einer Beobachtung Félix Guattaris, die in ihrer ganzen Dringlichkeit vermutlich erst heute einzusehen ist: Die Produktion von Subjektivität, die mit der allgemeinen Kybernetisierung der Lebensform einhergeht, wurde von Guattari als eine Frage der Ästhetik pointiert. Die medientechnologische Situation, die hinter dieser Neubewertung des Ästhetischen steckt, hat sich in den letzten zwanzig Jahren durch den Eintritt in eine Prozesskultur, wie sie die multiskalaren, netzwerkbasierten, environmentalen Medien des 21. Jahrhunderts bringen, ebenso verschärft wie ausdifferenziert.

Gastredaktion: Erich Hörl, Mark B. N. Hansen

Inhalt